Ein beachtenswerter Kommentar

Seit 2014 kenne ich persönlich die Gemeischaft der 12 Stämme durch mehrwöchige Gastaufenthalte – erst durch Zufall in Frankreich, dann geplant in Spanien und nun auch in Deutschland. Gleich in welchem Land, fand ich Überall den selben guten Geist, Anstand, Frömmigkeit, die Furcht und Demut vor der Absolutheit des einen Gottes wie auch seines menschgewordenen Sohn des Messias der der verlorenen Menschheit Errettung anbietet.

In diesen Gemeinden wird die Heilige Schrift nicht nur gelesen und darüber geredet, Sie wird auch gelebt und wird spür- und erfahrbar zum Beispiel in :
Freundlichkeit und Nächstenliebe, Gemeinschafts- und Familiensinn, Überwindung des Egoismus, Gastfreundschaft, Friedfertigkeit und Harmonie. Es ist nicht das Paradies – auch dort gibt es Fehlerhaftigkeit und Versagen – womit man jedoch offen und ehrlich umgeht und dazu Bekenntnis ablegt.

Das einzige was ich immer wieder sehnsüchtig in der Gemeinschaft in Klosterzimmern vermisst habe… Ihre Kinder!

Züchtigung mit Gewalt und sogar Missbrauch gleichzustellen ist ein Irrtum und wurde durch die Befürwortung des Kinderentzuges ins genaue Gegenteil verkehrt.
Genausowenig heißt Züchtigung, daß diese immer gut und gerechtfertigt ist. Auch hier können Kinder zu Schaden kommen und dies muß unbedingt verhindert bzw. abgestellt werden – die möglicherweise Geschädigten müssen Entschädigung erfahren.

Die eigentlichen Gewallttäter sind hier eindeutig all jene, welche die äusserst brutale Aktion und Maßnahme gegen Kindes- und Familienwohl veranlasst sowie durchgeführt haben und befürworteten. Jene, die nicht einmal Skrupel haben Säuglinge der Mutterbrust zu entreissen, sind seelenlose Wesen ohne Herz…verlassen von allen Guten Geistern. Man kann diese armen Kreaturen lediglich bemittleiden und für sie beten in der Hoffnung auf Errettung.

Der Horror und Wahnsinn mitten im demokratischen Deutschland, im
“FREISTAAT Bayern – “… der Vorstufe zum Paradies!” (Wahlkampf-Zitat 2014, Horst Seehofer / Bayerischer Ministerpräsident).

70 Jahre nach dem Untergang einer diktatorischen Schreckensherrschaft mit unvorstellbar verursachtem Leid. Der entstandene Schaden ist noch nicht beglichen.
Dezent ließen mich einige Gefährten anderer Nation, während meiner Wanderung auf dem Jakobsweg 2014 wissen, daß Wir Deutschen oft als arrogant gelten und Uns immer noch die Bezeichnung “Nazis” anhängt…

Wir haben eine Bürde zu tragen und sollten uns in Demut, Bescheidenheit und vor allem Friedfertigkeit üben.

Shalom

Gerhard Schelchshorn

Submitted on 2015/10/21 at 12:52 pm

Ich habe lange überlegt …

Noch ein offener Brief:

 

Sehr geehrte Frau [Richterin],

Sehr geehrter Herr [Richter],

ich habe lange überlegt, ob ich Ihnen schreiben soll. Ich gehöre eigentlich der schweigenden Mehrheit in diesem Land an, die arbeitet, Steuern zahlt und selten ihre Meinung kund tut. Ich bin kein religiöser Mensch und Gruppierungen wie den 12 Stämmen, Mormonen oder Scientology stehe ich skeptisch gegenüber.

Aber was sich der deutsche Staat hier geleistet hat, indem er die Kinder aus diesen Familien gewaltsam gerissen hat, ist durch die vorgetragene Begründung nicht zu rechtfertigen und kaum wieder gut zu machen. Sie sollten sich mal fragen, was den Kindern mehr Schaden zufügt: Die Eltern, die ihre Kinder körperlich züchtigen (was ebenfalls zu verurteilen ist) oder die durch Sie angeordneten staatlichen Zwangsmaßnahmen.

Kindesentführungen stehen in Deutschland zu Recht unter hohen Strafen. Was meinen Sie, macht es für ein Kind einen Unterschied, ob es von einem Entführer oder einem Mitarbeiter des Jugendamtes von den Eltern schreiend weggezerrt wird? Für uns Erwachsene mag der Unterschied offensichtlich sein. Für das Kind wird das Trauma in etwas das Gleiche sein.

Ich bitte Sie hiermit, die notwendigen juristischen Hebel in Bewegung zu setzen und auch die jüngeren Kinder wieder zurück zu Ihren Eltern zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen.

J. M.

Offener Leserbrief

Die Vertreibung der Zwölf Stämme aus Deutschland macht traurig.

Spiegel online 12 Stämme verlassen Dhttp://www.spiegel.de/schulspiegel/sekte-zwoelf-staemme-verlassen-deutschland-a-1051506.html

In einem Land, das ununterbrochen „Welcome“ und „Deutschland ist bunt“ ruft, wenn Politik und Medien dazu auffordern (vorher nicht – ich habe jahrelang unter inhumanen Bedingungen lebende Flüchtlinge unterstützt, die wenigsten hat es interessiert), in eben diesem Land wird eine Gemeinschaft friedlicher, warmer Menschen verfolgt, geschmäht, vertrieben (wenn Politik und Medien dazu auffordern).

Deutschland ist bunt? Welcome? Wissen die neuen Welcome-Rufer eigentlich, dass fast alle Flüchtlings- und Migrantenfamilien ihre Kinder auch mit körperlichen Strafen erziehen, dass die Kinder dieser fremden Kulturen ihre Eltern aber noch im hohen Alter lieben, ehren und umsorgen? Sollen künftig all diese Kinder wie die der Zwölf Stämme von ihren Eltern weggerissen und in Kinderheimen umerzogen werden?

Unser Land wird ärmer sein ohne die Zwölf Stämme, ohne ihr alternatives Leben, ihre Hoffeste, ihre Mitmenschlichkeit. Ich wünsche ihnen mehr Glück in der neuen Heimat.

Ute Fehr

Im goldenen Herbst …

Das Getreide ist geerntet und die Felder werden bald für das neue landwirtschaftliche Jahr vorbereitet … ein Moment der Reflexion, in dem man das vergangene Jahr überdenkt.

Jedes Jahr zu dieser Zeit feiern wir den Versöhnungstag Yom Kippur:

Am zehnten Tage in diesem siebenten Monat ist der Versöhnungstag. Da sollt ihr eine heilige Versammlung halten und eure Seelen demütigen und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage, denn es ist der Versöhnungstag, um Sühnung für euch zu erwirken vor dem Herrn, eurem Gott. (5. Mose 23,27)

Sukkot01und das Laubhüttenfest.

„Das Laubhüttenfest sollst du sieben Tage lang feiern, wenn du eingesammelt hast von deiner Tenne und von deiner Kelter. Du sollst an diesem Fest fröhlich sein, du, dein Sohn und deine Tochter, … Sieben Tage lang sollst du dem Herrn, deinem Gott, das Fest feiern an der Stätte, die der Herr auswählt. Wenn dich der Herr, dein Gott, in allem gesegnet hat, in deiner Ernte und in der Arbeit deiner Hände, dann sollst du wirklich fröhlich sein. (5.Mose16,13-16)

Sukkot04Es ist für uns eine Zeit, das vergangene Jahr zu reflektieren. Gemeinsam trauen wir uns unter die Oberfläche zu blicken und zu fragen, wie es uns wirklich geht?

Steht etwas zwischen uns und unserem Schöpfer oder trübt etwas unsere Beziehungen zueinander?

Und wenn dann alles bereinigt, dann können wir fröhlich zusammen in unseren Laubhütten sitzen und süße Gemeinschaft miteinander am Lagerfeuer genießen.

Sukkoth
Denn man braucht wahre Freunde, um schwere Zeiten durchzustehen …

Vers 1:
 Im stillen Weinberg, wo die Reben volle Frucht tragen,
 Und die Trauben reif geworden sind
 Im goldenen Herbst
 In der Ruhe der Dämmerung, im kühlen Regen
 Ist Er gekommen um einzubringen,
 was Bestand haben wird.
 Die Reben glitzern, sie reflektieren Sein Angesicht
 Behutsam nimmt Er sie, um ihre Anmut zu bewundern
 Und in Seiner großen Liebe beschneidet Er den Weinstock
 Mit Sorgfalt lichtet Er ihn zu Seinem Wohlgefallen.
Refrain:
 Wie im Flug kommen und vergehen die Jahreszeiten,
 doch wir haben Bestand
 Obgleich Er uns beschneidet oder von uns weg nimmt
 In unserem Herzen erklingt dennoch ein Lied...
Vers 2:
 Die Veränderung in unserem Leben kommt
 durch die Liebe derer,
 die uns beschneiden, so dass wir wachsen können
 Unser Lied wird auf der ganzen Erde erklingen
 Es beginnt in Seinem Weinberg und wird eines Tages
 das ganze Universum füllen!
Überleitung:
 Obgleich Er uns beschneidet oder von uns weg nimmt
 In unserem Herzen erklingt dennoch ein Lied!
 Ein Siegeslied, ein Lied des Gewinns,
 ein Lied der Freude, nicht des Leides
 Ein Lied der Loyalität zu Ihm,
 ein Liebeslied, das kein Ende haben wird
Ende:
 Im stillen Weinberg, wo die Reben volle Frucht tragen,
 Und die Trauben reif geworden sind
 Im goldenen Herbst

Interessanter Kommentar:

Es handelt sich hier in Wahrheit nicht um Inobhutnahme zum Schutz misshandelter oder gefährdeter Kinder, sondern um einen dreisten staatlichen Kinderraub unter gröbster Missachtung aller rechtsstaatlichen Grundsätze, um Zerstörung intakter Familien und um Zerstörung dieser religiösen Gemeinschaft. Tatsache ist: Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind alle Kinder der hiesigen Zwölf-Stämme-Niederlassungen gut erzogen und glücklich mit ihren Eltern und in dieser Gemeinschaft, auch noch als Erwachsene. Das hatte sogar der Jungendamtsleiter Alfred Kanth vor dem Kinderraub öffentlich zugegeben. Das ist den hierzulande Herrschenden ein Dorn im Auge.

Es geht ihnen nicht um das Wohl der Kinder. Das ist bloß ein Vorwand. Zur Erinnerung: Die Sozialpädagogen vom Jugendamt haben sogar den noch stillenden Müttern am 13. Dezember 2013 ihre Säuglinge entrissen aus dem beschützenden Mutter-Kind-Heim – also wo die Mütter ständig unter Aufsicht standen! Die Sozialpädagogen müssten wissen, dass dies für die Säuglinge schädlich ist, denn sie haben in ihrem langen Studium gelernt, dass für eine gesunde seelische und körperliche Entwicklung gemäß der Bindungsforschung es von großer Wichtigkeit ist, dass das Kind besonders in den ersten drei Jahren beständig von seiner Mutter liebevoll versorgt wird, damit eine gute Bindung des Kindes an diese sowie das sog. Urvertrauen (René Spitz) zustande kommt – Voraussetzung für spätere Lebenstüchtigkeit.

In Wahrheit wurden alle Kinder bei diesem Überfall vor zwei Jahren angelogen, schockiert und seelisch verletzt, die kleinen besonders schwer und dauerhaft. Ja, die Würde der Kinder wurde schwer verletzt! Sie wurden zu Gefangenen des Staates gemacht, zu künstlichen Waisen, zu ungeliebten und vernachlässigten Heimkindern, wo sie angeschrien werden vom genervtem Heimpersonal, wo sie Gewalt und Verletzungen (mit Spuren) leiden von anderen rohen Heimkindern, die keine liebevollen Eltern hatten, und nun vor dem Fernseher mit seinen vielen Verbrecherdarstellungen verdorben werden. Sie wurden ihrer Fröhlichkeit beraubt und verzehren sich vor Heimweh. Am Ende müssen sie dem Staat noch die Kosten für ihre Gefangenschaft gemäß § 91 des Sozialgesetzbuches VIII erstatten, soweit die Eltern nicht dazu in der Lage sind. Ihre Zukunft ist ihnen durch den Staat dauerhaft verbaut. Es ist bekannt, dass Heimkinder es nur relativ selten schaffen sich eine glückliche Existenz aufzubauen.

In Wahrheit geht es den Herrschenden darum, diese Glaubensgemeinschaft zu zerstören, indem ihre Kinder ihnen entzogen und umerzogen werden, und allen anderen Eltern hierzulande, die ihre Kinder noch gut erziehen wollen, soll dadurch klar gemacht werden, dass auch ihnen die Wegnahme ihrer Kinder droht, wenn sie es wagen, ihre Kinder körperlich zu züchtigen – was seit jeher in allen Völkern Brauch gewesen ist, auch heute noch in den allermeisten Staaten legal gehandhabt wird, übrigens auch in den USA, und auch hierzulande nicht als Straftatbestand ins Strafgesetzbuch aufgenommen wurde. Die betreffende Vorschrift im BGB § 1631 „Recht auf gewaltfreie Erziehung“ dürfte hier nicht angewendet werden, weil durch sie das Zitiergebot des Grundgesetzes gemäß Art. 19 Abs. 1 verletzt wird, da ansonsten das Elternrecht Vorrang hat.

Nicht die Zwölf-Stämme-Eltern sind der Skandal, weil sie ihre Kinder züchtigen, wenn sie nicht gehorchen – übrigens maßvoll, im Vergleich zu dem was früher auch hierzulande üblich war, und wie gesagt, ohne Schäden – sondern das ist der Skandal, dass alle hier involvierten Beamten unseres angeblichen Rechtsstaates sämtliche betroffenen Grundrechte, ausgenommen das Recht auf Leben, missachtet haben! Den Eltern wurde nicht einmal Gelegenheit gegeben gemäß dem Grundrecht auf Freizügigkeit mit ihren Kindern Deutschland zu verlassen!

Es hat sich hier gezeigt, dass die BRD, speziell Bayern unter der Führung der CSU, kein freiheitlicher Rechtsstaat ist, sondern eine kommunistische Diktatur, in der anders lebende Familien zerstört werden und die Eltern nichts mehr zu sagen haben. Offensichtlich betrachtet in dieser Diktatur der Staat sämtliche Kinder als sein Eigentum, um sie in seine Erziehungskollektive hineinzuzwingen – von Ursula von der Leyens Säuglingskrippen angefangen, über den Kindergarten bis hin zu den vom Staat in alle Details geregelten und betriebenen Ganztagsschulen, samt Sonderschulen, Heimen und „Clearingstellen“ für solche Kinder die in diesem System rebellieren.

Hätten wir hier einen Rechtsstaat, dann würden Staatsanwälte nicht Mütter anklagen, die aufgrund heimlicher, unter Verletzung mehrerer Strafgesetzbuchvorschriften beschaffter Videoaufnahmen ihre Kinder gezüchtigt haben, sondern die Damen und Herren in den Landratsämtern, in den Gerichten und bei der Polizei, die diesen Kinderraub angeordnet und vollstreckt haben, und nicht zuletzt den RTL-Reporter Kuhnigk wegen der mindestens sechs Straftatbestände, die er gegenüber den Zwölf Stämmen begangen hat. Insbesondere würde Richterin R. […] angeklagt und verurteilt werden, wenn wir hier einen Rechtsstaat hätten. Sie hat rechtswidrig Kuhnigks illegales und manipuliertes Beweismaterial zugrunde gelegt, die Razzia rechtswidrig ohne vorherige Anhörung und ohne einzelne Beschlüsse ausgefertigt zu haben, angeordnet, Sippenhaft praktiziert, das Verfahren zwei Jahre verschleppt, die Kinder bis heute nicht zurückgegeben trotz fehlender Spuren von Züchtigung. Statt dessen nimmt der Herr Amtsgerichtsdirektor Beyschlag sie noch in Schutz und stellt Strafanzeige gegen die Zwölf Stämme, weil sie eine Parallele zur Diktatur unter Hitler gesehen haben.

Hätten wir hier einen Rechtsstaat und ein dazu gehöriges Rechtsbewusstsein, dann hätten verantwortliche Juristen auch erkannt, dass hier sogar Völkermord begangen wird und dafür gesorgt, dass die Kinder unverzüglich zu ihren Eltern zurückgebracht werden. Dieser Fall zeigt auch, dass die besten Gesetze und Grundrechtsgewährleistungen nichts nützen, wenn den Staatsbeamten das Rechtsbewusstsein fehlt und sie sich nicht an Gesetz und Recht halten, sondern in vorauseilendem willigem Gehorsam politische Anweisungen vollstrecken.

Es handelt sich hier um Ketzerverfolgung wie im Mittelalter: Kollektiver Hass und Hetze auf Menschen, die anders leben, und Zerstörung von Existenzen aufgrund von Vorurteilen und ungeprüften Verleumdungen unter Missachtung der natürlichen Grundrechte der betroffenen Menschen. Und dies, obwohl diese winzige friedliche und liebenswerte Minderheit nicht die geringste Gefahr für den Staat darstellt – anders als die großen türkischen Minderheiten, die der Religion Mohammeds folgen, bei denen der Verfassungsschutz mehrere Tausend gewaltbereite Aktivisten wahrgenommen hat. Solche werden sogar massenhaft unregistriert und unkontrolliert ins Land gelassen. Dieser Widerspruch weist darauf hin: Es handelt sich hier auch spezielle um Christenverfolgung.

Es ist zu wünschen, dass noch viele Menschen dieses Unrecht erkennen und dagegen mutig ihre Stimme erheben.

Martin F. Kurkowski

Zwei Jahre danach…

BR Artikelhttp://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/zwoelf-staemme-verfahren-dauern-an-100.html

Aufgrund von Misshandlungsvorwürfen wurden vor zwei Jahren über 40 Minderjährige der Glaubensgemeinschaft der Zwölf Stämme in Klosterzimmern und Wörnitz in staatliche Obhut genommen. Die Kinder aus Klosterzimmern wurden in das Landratsamt Donauwörth gebracht und sofort amtsärztlich untersucht. Trotz intensiver Suche wurden keinerlei Anzeichen gefunden, die die Vorwürfe bestätigten und die staatliche Maßnahme rechtfertigten.

Dieses Untersuchungsergebnis war den behördlichen Sprechern bei der anschließenden Pressekonferenz im Landratsamt Donauwörth bekannt, als sie diese Maßnahme aus staatlicher Sicht darstellten. Den versammelten Medienvertretern wurde das amtsärztliche Untersuchungsergebnis allerdings nicht mitgeteilt. Ganz im Gegenteil, man schilderte ihnen ein wahres Horrorszenario, das man aufgrund vermeintlich glaubwürdiger Quellen erwartete.

Zeitungsartikel(http://www.augsburger-allgemeine.de/noerdlingen/Sieben-neue-Zeugen-bringen-die-zwoelf-Staemme-ins-Wanken-id26878631.html)

Erwähnt wurden auch unzählige Gespräche, in denen man Eltern dazu bringen wollte von Züchtigungen Abstand zu nehmen. Jugendamtsmitarbeiter haben inzwischen selbst zugegeben, dass so etwas nie statt fand. Was aber statt fand war das Horrorszenario, allerdings nicht dort, wo man es erwartete und sorgfältig danach suchte, auf den Körpern und Seelen der in Obhut genommenen Kinder. Das Horrorszenario spielte sich in den Räumlichkeiten des Landratsamtes Donauwörth ab, als die Kinder merkten, dass sie nicht nach Hause entlassen werden würden, wie man ihnen auf der Fahrt dorthin versprochen hatte, sondern in Pflegefamilien und Kinderheime gebracht würden. Beteiligte sprechen von schrecklichen Szenen und Schreien.

Die Masseninobhutnahme am 5. September 2013 war ein historisches Ereignis in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Vor 1945 kannte man solche Kollektivmaßnahmen gegen bestimmte religiöse oder ethnische Bevölkerungsgruppen unter dem Begriff ‚Sippenhaft.‘ Was am 5. September 2013 in Klosterzimmern und Wörnitz geschah, ist völkerrechtlich äußerst bedenklich. Laut Völkerstrafgesetzbuch erfüllt es den Tatbestand des Völkermords, vor allem im Lichte dessen, dass sowohl der Antrag des Jugendamtes als auch der Beschluss des Familiengerichts Nördlingen auf Sorgerechtsentzug für die Kinder der Zwölf Stämme Gemeinschaften außer Verallgemeinerungen kein spezifisches Fehlverhalten einer spezifischen Person oder Familie zuordnete.

§ 6 des Völkerstrafgesetzbuchs bezeichnet so eine Handlung als Völkermord:

Wer in der Absicht, eine nationale, rassische, religiöse oder ethnische Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören, […] ein Kind der Gruppe gewaltsam in eine andere Gruppe überführt,….

Inzwischen kommen auch durch das Familiengericht Nördlingen bestellte Sachverständige in ihren psychologischen Begutachtungen zum selben Ergebnis, wie schon der Amtsarzt am Tag der gewaltsamen Inobhutnahme:

Die Kinder waren unbeschadet bei ihren Eltern.

CIMG0156Dass das Amtsgericht Nördlingen schnell handeln kann, hat Amtsgerichtsdirektor Beyschlag bei der Pressekonferenz am 5. September 2013 im Landratsamt Donauwörth klar gemacht. Obwohl in Sorgerechtsverfahren ein absolutes Beschleunigungsgebot besteht, fragt man sich, wie diese Aussage nach zwei Jahren Verfahrensdauer einzuordnen ist. Der ungewöhnlich lange Verfahrensgang, wurde mehrmals gerügt und auch von der übergeordneten Instanz des Oberlandesgerichts München als bedenklich angesehen. Hiermit werden nämlich  neue Tatsachen geschaffen durch die Entfremdung der Kinder und das sollte jeden kognitiven Menschen zum Nachdenken bringen.

Der Eindruck verdichtet sich mehr und mehr, dass sowohl Jugendamt als auch das Familiengericht nach zwei Jahren immer noch krampfhaft nach ‚Beweisen‘ suchen, um ihre ursprünglichen Anträge und Beschlüsse zu rechtfertigen. Zu diesem Zweck werden inzwischen auch die Kinder massiv beeinflusst und gegen ihre Eltern und deren Glaubensüberzeugung und Lebensweise eingestellt. So versucht man negative Aussagen über das Erziehungsverhalten in unserer Glaubensgemeinschaft zu bekommen.

Während 2 Jahren Verfahrensverlauf vor den bayerischen Gerichten erfuhren wir, wie wenig der deutsche Staat bereit ist, sich an seine eigene Regeln zu halten und welchen Stellenwert Grundrechte wie Elternrechte, das Recht auf ein Zusammenleben als Familie ohne staatliche Einmischung und das Recht auf Glaubens- und Gewissensfreiheit in unserem Lande haben. Wir müssen leider zum traurigen Fazit kommen, dass wir hier nicht mehr ein Leben in Verantwortung vor unserem Schöpfer führen können.

So brechen wir nach 20 Jahren Präsenz in diesem Land unsere Zelte ab, um in der Tschechischen Republik und anderen europäischen Nachbarländern eine neue Heimat zu finden. Wir hoffen, dort wieder ein Zuhause für Familien zu schaffen, wo wir unbehelligt unser friedliches und gemeinschaftliches Leben nach Gottes Wort leben können. Die behördlichen Aktionen gegenüber Gemeinschaften der Zwölf Stämme in unseren europäischen Nachbarländern, die auch auf Betreiben der Bundesrepublik zu Stande kamen, geben uns hierzu Hoffnung.

Landtaghttps://www.bayern.landtag.de/aktuelles/sitzungen/aus-den-ausschuessen/bildungsausschuss-schicksal-der-kinder-bei-der-sekte-zwoelf-staemme-bleibt-auf-der-agenda/

Deutsche Behörden benachrichtigten Ende 2013 alle anderen Länder, in denen die Zwölf Stämme zuhause sind, über die Vorwürfe von Kindesmisshandlung. Hierauf wurden die jeweiligen Behörden in betroffenen Ländern aktiv. Aber obwohl die gleichen Vorwürfe vorlagen, wurde dort vorgegangen, wie es demokratische Verfassungen vorsehen:

In England kontaktierte das Jugendamt alle Familien, besuchte sie zuhause und räumte Bedenken in Gesprächen mit Eltern und Kindern aus dem Weg.

Obwohl auch Frankreich den Anschuldigungen im Rahmen einer Großaktion nachging, wurde Wert darauf gelegt jede Familie individuell zu behandeln. Das einzige Sorgerechtsverfahren, das nach dieser Aktion anstand, wurde im Eilverfahren geklärt und die Kinder konnten nach zwei Wochen wieder zurück zu ihren Eltern.

In Spanien wurden Sorgerechtsverfahren zum Wohle der Kinder mit äußerster Diskretion behandelt und deshalb keine Informationen an die Presse oder Dritte weitergegeben.

Bei den Besuchen der tschechischen Behörden wurde deutlich, dass es dort noch normal ist, dass Eltern ihre Kinder zu Gehorsam und Respekt erziehen.

Wir beten trotzdem weiterhin, dass sich in Deutschland etwas ändern kann, damit die Zwölf Stämme in der Zukunft wieder hier leben können, wie es uns in anderen rechtsstaatlichen Ländern möglich ist.

Die Hoffnung einer Mutter – der Glaube einer Tochter

Nachtrag zur bemerkenswerten Saga der Schott Familie

Die Mutter von Chaninah und Ishah erzählt:

Während der Zeit, in der meine Töchter von mir weggenommen worden waren, habe ich manchmal fast die Hoffnung aufgegeben. Aber mein Mann half mir das alles einfach anzunehmen, wie es war, und einfach den nächsten Schritt zu machen, ohne die Hoffnung zu verlieren. Und er hat mich immer dahin zurück gebracht, meine Kinder Gott anzuvertrauen, dass ich Ihm treu bin und Er tun kann, was notwendig ist.Die Briefe der Mädchen gaben uns auch so viel Mut das immer wieder zu tun.

Ishah, die Jüngere, die gerade 8 Jahre alt war, als sie bei der Razzia aus ihrer Familie herausgerissen wurde, schickte ihren Eltern einmal eine Karte mit einem Erdmännchen, das aus einem Tunnel in der Erde herausschaute. Das Tier schien fast zu lächeln. Ishah schrieb dazu, dass diese Karte ihr Hoffnung gibt, es durch “ihren Tunnel” zu schaffen, damals wusste sie nicht, dass es zwei Jahre bis zum anderen Ende sein würde…

ishah-card

ishah-text(Ishah schrieb diese Karte im Oktober 2013)

ChaninahChaninah schrieb diese Karte im Oktober 2013

Diese Mädchen können ihren Kinder einmal eine Geschichte des Glaubens erzählen. Diese Geschichte gehört ihnen für immer.

Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich…

(5. Mose 29,29)

An das Oberlandesgericht München

Gesendet: Montag, 17. August 2015 um 23:06 Uhr
Von: „Franziska von Hardenberg“ <FranziskaHardenberg@gmx.de>
An: poststelle@olg-m.bayern.de
Betreff: Die Familien der 12 Stämme

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme Bezug auf die Familien  der „12 Stämme“, deren Kinder vom Staate scheinbar entrissen wurden und würde Sie bitten, eine Stellungnahme einer Bürgerin der deutschen Republik anzuhören, die auf Verfangenheit in diesem Sachverhalt verweisen möchte.

Bitte beachten Sie dabei, dass meine Ausdrucksweise der einer Bürgerin dieser Bundesrepublik entspricht und entsprechend sachlich aufgenommen werden sollte. Also keinerlei juristischer Basis, lediglich einer Meinungsäußerung entspringt.

Mir ist aufgefallen, dass meine eigenen Bedenken eine Gemeinschaft wie die „12 Stämme“ vorab zu verurteilen, als eine Art Sekte abzutun, wohlmöglich im ganzen Verfahren tongebend ist. Denn im Grunde haben sie (die „12 Stämme“) sich ja zu einer Lebensgemeinschaft zusammengeschlossen, die jedoch nicht mit erhobenen Zeigefinger und missionierend um sich wirkt, sondern vielmehr einer Einladung entspricht.

Ich befürchte, dass die allgemeine Härte der Gesellschaft den „12 Stämmen“ das Cliché einer Sekte anhaftet, aus diesem es sich nur mit viel Diplomatie und Überzeugung zu entwinden gilt.

Ein wenig ist es so, als ob die „12 Stämme“ gebranntmarkt sind mit „Vorsicht Sekte“ und alles, was sie hervorbringen, um sich zu verteidigen quasi ad absurdum mit dem Argument der Unzurechnungsfähigkeit abgetan wird.

Wie soll sich also eine solche Person, sei sie natürlich oder juristisch, also in einer solchen Situation verteidigen, wenn der eigene Standpunkt per se als verklärt und regelrecht unzurechnungsfähig abgewunken wird.

Ggfs. mag eine Rüge angebracht sein, ein Verweis auf die in der Gesellschaft allgemein aktzeptierten Verhaltensregeln. Jedoch ein Kind seinen Eltern ohne „Verwarnung“ zu entreißen ist viel mehr rügenswert und wohl so auch nicht rechtens.

Ich bitte Sie diese Umstände in der künftigen Verhandlung zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen

Franziska v. Hardenberg

Ich bin eine ganz normale Bürgerin,

Guten Tag!

Ich möchte vorausschicken, dass ich keiner Religion angehöre – ich bin eine ganz normale Bürgerin einer schwäbischen Kleinstadt. Und doch leben wir in einer stark christlich geprägten Kultur und so basieren auch meine Werte auf christlichen Werten.

Als ich hörte, dass mitten in Deutschland mehrere Dutzend Kinder ihren Eltern gewaltsam weggenommen wurden, war ich – milde gesagt – entsetzt.

Ohne Vorgespräche, ohne Überprüfung, ohne das Jugendamt… wo leben wir denn? In einem Rechtsstaat oder in einem Staat der Selbstjustiz, wo jeder machen kann, was er will?

Wer hat diese Razzia angeordnet? Wer hat das Verhalten der Eltern be- und verurteilt? Wer zeichnet dafür verantwortlich? Das würde ich gerne wissen, damit ich mich persönlich an den Verantwortlichen wenden kann.

Ich verstehe die Welt nicht mehr und ich bin auf das Schärfste gegen diese sehr undifferenzierte Vorgehensweise.

Man kann pädagogische Konzepte gut oder schlecht finden, aber eine eher milde Disziplinierungsmaßnahme mit Kindsmisshandlung gleichzustellen, finde ich mehr als unheimlich.

Mir selbst wurde als Kind hin und wieder mal ,der Hosenboden versohlt‘ – nie als Ausdruck der Gewalt, sondern mehr als symbolische Handlung. Es hat mir keineswegs geschadet, aus mir ist eine anständige Bürgerin geworden, die verantwortungsvoll und ,ethisch korrekt‘ handelt.

Ich finde es einen Ausdruck von menschlicher und ethischer Degeneration, dass Gewaltspiele und -filme gesellschaftlich und staatlich akzeptiert und erlaubt sind (vielleicht weil Leute damit viel Geld verdienen?), aber eine eher milde Disziplinierungsmaßnahme, die bewusst ausgeführt wird, als Verbrechen eingestuft wird.

Mir scheint, diese Kinder sollen ,zwangszivilisiert‘ werden – also möglichst lange von ihren Eltern getrennt werden, damit sie ,endlich‘ im ,normalen‘ Leben ankommen. Fragt sich nur, ob das, was wir heutzutage unter ,normal‘ und ,zivilisiert‘ verstehen, denn überhaupt noch ,gut‘ ist. Ist ein Kind, das zu teilen gelernt hat, das draußen mit anderen spielt, anstatt vor der Glotze oder am Smartphone zu hängen nicht wertvoll für eine zukünftige Gesellschaft? Sind hier nur Kinder und Jugendliche, die bei ‘normalem‘ Fernsehkonsum bis zu ihrem 14. Lebensjahr schon 18.000 Tote gesehen haben und stundenlang ins Handy tippen, anstatt sich mit ihren Freunden zu treffen, ,normal‘ und ,gesellschaftsfähig‘? Traurig, traurig…

Gehen Sie diese Gemeinschaft besuchen! Machen Sie sich ein eigenes Bild. Es gibt noch ein Stück ,heile Welt‘ – mitten in Deutschland. Wer das nicht verkraftet, kann ja sein ,tolles, zivilisiertes Leben‘ weiterleben, aber soll diese Menschen bitte in Ruhe lassen.

Geben Sie diesen Leuten ihre Kinder wieder! Es ist Kindsmisshandlung, Kinder von ihren Eltern zu trennen! Durch diese Aktion ist den Kindern wesentlich mehr seelischer Schaden zugefügt worden als durch die paar Rutenhiebe, die sie vielleicht bekommen haben.

Ich frage mich, wo der gesunde Menschenverstand geblieben ist…

Mit entsetzten Grüßen,

Mona Ziegler, Tübingen

… da waren wir wie Träumende…

Razzia 1Während der großen Polizeiaktion am 5. September 2013 waren die drei Schwestern in eine staatliche Einrichtung gebracht worden.

Die älteste Tochter durfte schon nach 3 Monaten zurück zu ihren Eltern, aber die zwei jüngeren musste im Kinderheim bleiben. Sie haben die Tage auf ihrem Kalender gezählt, jeden Tag mit der Hoffnung, dass sie wieder nach Hause dürfen. 700 lange Tage waren es und dann am 700. Tag kam die freudige Botschaft:

Ihr dürft nach Hause!

Für die Mädchen genau wie für ihre Eltern war es wie ein Wunder. Für uns alle der erste Vorgeschmack auf die Hoffnung des Wunders, welches der Prophet Jesaja beschrieben hat:

Kann wohl einem Starken die Beute genommen werden, oder kann der Gefangene eines Gewaltigen entkommen? Ja, so spricht der Herr: Auch die Gefangenen des Starken sollen ihm genommen werden, und die Beute des Tyrannen soll entfliehen; denn nun werde ich mit dem kämpfen, der gegen dich kämpft, und ich werde deine Kinder erretten.

Jesaja 49,24-25

2015_08_Isha_u_Chaninah-17Riesig war unsere gemeinsame Freude, als wir dann letztes Wochenende die Heimkehr von Chaninah und Ishah feierten!

winkenUnd diese Freude möchten wir mit Euch teilen.

_MG_0390

Als der Herr die Gefangenen Zions zurückbrachte, da waren wir wie Träumende.

 

 

 

 

 

 

 

 

_MG_0395Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel

 

 

 

 

 

 

 

…da sagte man unter den Nationen: »Der Herr hat Großes an ihnen getan!_MG_0381

Der Herr hat Großes an uns getan, …2015_08_Isha_u_Chaninah-64

 

 

 

 

 

…wir sind fröhlich geworden.2015_08_Isha_u_Chaninah-62

 

 

 

 

 

Herr, bringe unsere Gefangenen zurück wie die Bäche im Negev! Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Wer weinend hingeht und den Samen zur Aussaat trägt, der kommt gewiss mit Freuden zurück und bringt seine Garben.

(Psalm 126)

Mehr über die Geschichte der Familie finden sie auf: https://newsdotzwoelfstaemmedotorg.files.wordpress.com/2014/11/schott-offenerbrief_sml.pdf