Interviews nach der Razzia

Besorah war schockiert darüber, wie sie behandelt wurde …
Das Interview der 14-jährigen Besorah entstand in der Einrichtung, in der sie drei Monate gefangen gehalten wurde. Sie wurde von ihrer Mutter geheim im Waschraum gefilmt, weil alle ihre Besuche, wie auch alle anderen Kontakte, überwacht statt fanden. Besorah wollte sich so Gehör verschaffen, wie sie das dreistündige Kreuzverhör der Kriminalpolizei Dillingen erlebte. Sie wurde ohne Wissen und Zustimmung ihrer Eltern durch Einschüchterung der Polizeibeamten zu einer Aussage gezwungen. Sie war schockiert darüber, wie sie behandelt wurde …
Diese ganzen Überwachungsmaßnahmen, das war total kriminell…
Im Erziehungsheim hatte ich keinen Kontakt mit niemandem. Ich musste da bleiben und wurde von Erziehern begleitet. Nach ein paar Wochen wurde mir der erste Telefonkontakt mit meinen Eltern erlaubt. Ich durfte 10 Minuten telefonieren und ein Erzieher saß daneben und schrieb einen Bericht über mein Gespräch fürs Jugendamt. So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nie erlebt!

Schweigepflicht…
Plötzlich wachte ich von einem starken Klopfen an der Tür auf: „Heute ist der Tag. Wir sind da um die Kinder abzuholen.“ Ich durfte mir nichts überziehen, auch nicht mit meinem Mann telefonieren. Ich kam mir vor, wie ein Schwerstverbrecher. Ein schreckliches Gefühl der Ohmacht überfiel mich – ich konnte meine Kinder nicht mehr beschützen.
Mein 8-jähriger Junge weinte und schrie und meine 3-jährige Tochter saß wie gelähmt auf meinem Bett. Ich konnte nur noch für meine Kinder beten. Eine Krankenschwester informierte sich noch kurz über die Diabetes meines Sohnes. Angesichts seines Gesundheitszustandes war diese Übergabe unverantwortlich und äußerst gesundheitsgefährdend.
Voller Verzweiflung wendete ich mich an den Polizisten, dieser antwortete mir: „Wir verstehen Sie, doch wir können nichts ändern. Das ist unsere Arbeit.“
Als ich später die Erzieher bat, etwas zu unternehmen, meinten sie nur:.
Wir können nichts tun. Wir sind unter Schweigepflicht.“
 
Sie hatten versprochen, dass es nicht noch einmal eine „Nacht- und Nebelaktion“ geben wird“.
Herr S. vom Jugendamt hatte uns ganz klar versprochen, dass es nicht noch einmal zu einer „Nacht- und Nebelaktion“ kommen würde. Ohne Vorwarnung kamen sie. Mein 8-jähriger Sohn fing an aus voller Kehle zu brüllen: „Mama, komm schnell her!“ Ich umarmte ihn, dann klammerte er sich an meinem Arm fest, als zwei Polizisten ihn von mir wegrissen und aus dem Haus trugen. Ich versuchte ihm noch einen Abschiedskuss zu geben, dazu kam es aber nicht mehr – die Polizisten zogen mich weg.
Meine kleine Tochter wachte gerade auf und ich wollte sie zum Frühstück noch ein letztes Mal stillen. Frau L. glaubte mir nicht, dass die Kleine wirklich stillte, zog meine Arme nach hinten, und riss mir meine Tochter von der Brust. Mir wurde es verweigert das Haus zu verlassen.
 
Schreiende Mutter im Polizeigriff festgehalten…
                 …unser Leben wurde gewaltsam zerissen!
Am 5.September 2013 wurde mein 2½ jähriger Sohn gewaltsam durch ein großes Aufgebot von Polizei und Sozialarbeitern von mir als Vater getrennt. Er wurde mit meiner Frau auf einer Mutter-Kind-Station untergebracht. Das Jugendamt hatte davor nie Kontakt mit meiner Familie, weder schriftlich noch mündlich.
Am 9.Dezember 2013 wurde mein noch stillender Sohn dann noch durch einen Polizeieinsatz von seiner Mutter gewaltsam entrissen. Ihr wurde der Arm auf den Rücken gedreht, während das schreiende Kind aus ihren Armen gezogen wurde. Seitdem wissen wir nicht, wo unser Sohn ist.
All dies ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit – der größte Gewaltakt, den ich in diesem Land erlebt habe. Wir lieben unseren Sohn sehr und haben uns Tag und Nacht liebevoll um ihn gekümmert.
HILFE!
 
 
Zwei Mitbewohner (die nicht zu den Zwölf Stämmen gehören) waren Augenzeugen des frühmorgendlichen Dramas…

http://www.youtube.com/watch?v=o8SXTjMVJhc&rel=0

1 Gedanke zu “Interviews nach der Razzia”

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