Gesendet: Montag, 17. August 2015 um 23:06 Uhr
Von: „Franziska von Hardenberg“ <FranziskaHardenberg@gmx.de>
An: poststelle@olg-m.bayern.de
Betreff: Die Familien der 12 Stämme

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme Bezug auf die Familien  der „12 Stämme“, deren Kinder vom Staate scheinbar entrissen wurden und würde Sie bitten, eine Stellungnahme einer Bürgerin der deutschen Republik anzuhören, die auf Verfangenheit in diesem Sachverhalt verweisen möchte.

Bitte beachten Sie dabei, dass meine Ausdrucksweise der einer Bürgerin dieser Bundesrepublik entspricht und entsprechend sachlich aufgenommen werden sollte. Also keinerlei juristischer Basis, lediglich einer Meinungsäußerung entspringt.

Mir ist aufgefallen, dass meine eigenen Bedenken eine Gemeinschaft wie die „12 Stämme“ vorab zu verurteilen, als eine Art Sekte abzutun, wohlmöglich im ganzen Verfahren tongebend ist. Denn im Grunde haben sie (die „12 Stämme“) sich ja zu einer Lebensgemeinschaft zusammengeschlossen, die jedoch nicht mit erhobenen Zeigefinger und missionierend um sich wirkt, sondern vielmehr einer Einladung entspricht.

Ich befürchte, dass die allgemeine Härte der Gesellschaft den „12 Stämmen“ das Cliché einer Sekte anhaftet, aus diesem es sich nur mit viel Diplomatie und Überzeugung zu entwinden gilt.

Ein wenig ist es so, als ob die „12 Stämme“ gebranntmarkt sind mit „Vorsicht Sekte“ und alles, was sie hervorbringen, um sich zu verteidigen quasi ad absurdum mit dem Argument der Unzurechnungsfähigkeit abgetan wird.

Wie soll sich also eine solche Person, sei sie natürlich oder juristisch, also in einer solchen Situation verteidigen, wenn der eigene Standpunkt per se als verklärt und regelrecht unzurechnungsfähig abgewunken wird.

Ggfs. mag eine Rüge angebracht sein, ein Verweis auf die in der Gesellschaft allgemein aktzeptierten Verhaltensregeln. Jedoch ein Kind seinen Eltern ohne „Verwarnung“ zu entreißen ist viel mehr rügenswert und wohl so auch nicht rechtens.

Ich bitte Sie diese Umstände in der künftigen Verhandlung zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen

Franziska v. Hardenberg