Ein Brief von jemandem, der uns persönlich kennt

An: Richterin Roser, Richter Krüger, Landrat Stefan Rößle, Jugendamtsleiter Alfred Kanth, Dr. P. H., W. L. (Verantwortliche der Schulbehörde), Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler  

Sehr geehrte Betroffene,

Mein Name ist Cesar Camacho, und ich schreibe von Buenos Aires – Argentinien.

Ich erfuhr von der Existenz der Zwölf Stämme Gemeinschaft im August 2013, als mein Sohn Juan Pablo Camacho entschied, sich der Gemeinschaft in General Rodriguez in der Provinz Buenos Aires anzuschließen.

Sie haben sich immer in jeder Weise vorbildlich gezeigt. Ich habe an ihren wöchentlichen Versammlungen teilgenommen und habe in ihrem Haus, genannt “Menucha”, übernachtet. Ich wurde immer von allen – Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern – mit Respekt und Zuwendung behandelt. Ich habe dort völligen Frieden vorgefunden, den ich auch in mein Leben mitgenommen habe.

Mein Sohn, Juan Pablo, hat seinen Platz im Leben gefunden; er lebt in der Gemeinschaft gemeinsam mit seinen Brüdern in einem neuen Leben. Ich habe auch andere Gemeinschaften besucht und dort dieselbe Einstellung, dieselbe Lebensanschauung, Arbeitshaltung, Respekt und brüderliche Liebe angetroffen. Die Art und Weise, wie sie ihre Kinder erziehen, hat mich in Staunen versetzt. Sie beneiden den Rest der Gesellschaft nicht, wo man jeden Tag Kinderhandel, Vergewaltigungen und Schwarzarbeit usw. erleben kann.

Nicht jeder hält sich an die Gesetze der zivilisierten Welt, da die Rechte von Kindern oft vernachlässigt werden.

Zu Beginn hatte ich meine Vorurteile und glaubte sogar, dass sie eine Sekte sind. Heute weiß ich, dass diese Zweifel unbegründet waren und dass mein Sohn den besten Platz für sein Leben gewählt hat.

Als ich gehört habe, was mit den Kindern in Deutschland (Klosterzimmern) passiert ist, war ich fassungslos. Es ist völlig ungerecht, dass sie von ihren Eltern weggerissen wurden. Das ist eine Misshandlung, die ich nicht begreifen kann. Obwohl die deutsche Gesellschaft so modern und hoch entwickelt ist, wurden die Kinder wie Verbrecher weggenommen. Sie besitzen Rechte und Menschenwürde und aufgrund dieser Rechte sollte man sie zurück nach Hause bringen.

Ich werde beten und Gott bitten, dass Er Sie erleuchtet und Sie diesen Schaden, diesen großen Schaden, den Sie anrichten, beenden.

Vielen Dank, C. H. C.

Und eine weitere Nachricht aus Argentinien:

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