Das Bayerische Familiengericht und das Jugendamt nahmen alle Kinder der Zwölf Stämme ohne Vorwarnung in staatliche Obhut, nur aufgrund des Verdachts auf Kindesmisshandlung. Am Tag der Razzia, vor 18 Monaten wurden keine Anzeichen von Kindesmisshandlung gefunden. Seit eineinhalb Jahren werden diese Kinder also ohne Beweise festgehalten. Sie werden demnach als “Beweismittel” verwahrt in der Hoffnung, den verhängnisvollen Plan zu verwirklichen, die Religion ihrer Eltern zu zerstören.

Ist es die politische Linie der Regierung, Kinder auf Dauer von ihren Eltern wegzunehmen, ohne jegliche Beweise für eine Gefährdung?

2013-10-10-006-headerbild.jpgDie Beweise, die am Tag der Razzia bei der Untersuchung der Kinder der Zwölf Stämme gefunden wurden, waren völlig eindeutig – keine Anzeichen von körperlicher und psychischer Misshandlung. Die Eltern-Kind Beziehung war normal und intakt. Das sind die tatsächlichen Beweise, die bezüglich des Kindeswohls am 5. September 2013, am Tag der Inobhutnahme, bei den Kindern gefunden wurden. Frucht der Erziehung der liebevollen Eltern dieser 40 Kinder war gutes Benehmen, gute Noten in der Zwölf Stämme Schule, eine positive Lebenseinstellung, Lebensfreude, Respekt gegenüber Erwachsenen und Lehrern, Offenheit und Zuvorkommenheit.

Das waren die nicht zu verleugenenden Beweise, die bei allen diesen Kindern am Tag der Razzia vorgefunden wurden. Diese Tatsachen wurden auch durch die zahllosen positiven Einschätzungen von Schulpsychologen, Doktoren, Freunden, Nachbarn und Familienangehörigen außerhalb der Gemeinschaften in Klosterzimmern und Wörnitz über viele Jahre bezeugt.

213601-BibelLebensgrundlage der Eltern ist die Bibel und somit auch der Kindererziehung. In den Sprüchen finden wir den Rat mit Rute und Ermahnung seine Kinder zu korrigieren, zu erziehen und zu disziplinieren, aber man muss ebenfalls den Charakter Gottes, des Vaters verstehen, der Kinder liebt und beschützt, so dass sie zu aufrichtigen und gottesfürchtigen Menschen heranwachsen.

Am 4. Februar 2015 verteidigt Papst Franziskus die biblisch traditionelle Kindererziehung, wie die Pressestelle des Vatikans berichtet:

Papst Franziskus findet es in Ordnung, wenn Eltern ihr Kind schlagen, solange die Würde des Kindes gewahrt bleibe.

Das erklärte das Kirchenoberhaupt diese Woche bei seiner wöchentlichen Generalaudienz, die der Rolle von Vätern in der Familie gewidmet war. Bei der Gelegenheit gab Franziskus preis, was für ihn einen guten Vater ausmache. Dies sei jemand der mit Bestimmtheit zu korrigieren vermöge, ohne dabei das Kind zu entmutigen.Papst bildDazu erzählte der Papst eine Anekdote: „Einmal habe ich einen Vater bei einem Treffen mit Ehepaaren sagen hören: ‚Ich muss manchmal meine Kinder ein bisschen schlagen, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu demütigen‘.“ „Wie schön!“, erklärte Franziskus. „Er weiß um den Sinn der Würde. Er muss sie bestrafen, aber tut es gerecht und geht dann weiter.

Auf Nachfrage verteidigte Vatikan-Vertreter Thomas Rosica die Thesen des Papstes. Wer habe nicht schon einmal sein Kind gezüchtigt oder sei von den Eltern gezüchtigt worden, schrieb Rosica in einer E-Mail. Der Papst habe nicht über Gewalt oder Grausamkeit gegenüber Kindern gesprochen, sondern vielmehr darüber, jemandem zu Wachstum und Reife zu verhelfen.

Zudem verwies er auf Franziskus‘ Umgang mit Kindern. „Schauen Sie sich an, wie der Papst auf Kinder zugeht und lassen Sie die Bilder und Gesten für sich selbst sprechen.

judgeIm Gegensatz zum Papst verurteilen die bayerischen Richter anhand komplexer Begründungen, die sich auf ihre persönlichen Theorien stützen, jegliche Züchtigung als Kindesmisshandlung. Sie gründen ihre Ansicht auf eine falsche Interpretation des Glaubens der Eltern und wie diese die Kinder angeblich behandelt haben sollen, aber welche Beweise gibt es, die ihre Auffassung belegen?

Die Richter können sich höchstens auf Aussteigerberichte stützen, nach deren subjektiven Wahrnehmungen dies vielleicht in manchen Fällen zutreffen könnte, aber sie treffen nicht auf diese Kinder zu und können doch nicht einfach pauschal auf sie übertragen werden? Im Falle dieser Zwölf Stämme Kinder in Deutschland können alle mit Überzeugung beteuern, dass sie wohlerzogen und ausgeglichene Kinder sind.

CIMG4469Warum sorgt sich keiner in den Behörden genug um diese Kinder, so dass sie endlich einmal einen ehrlichen Blick darauf werfen, was hier wirklich los ist? Diese Kinder sahen nicht misshandelt aus, sie benahmen sich nicht wie misshandelte Kinder und Tatsache ist, sie wurden nicht misshandelt.

Auch das Deutsche Gesetz und das Handbuch der Jugendämter, das von führenden deutschen Psychologen, wie Dr. Heinz Kindler, herausgegeben wurde, differenzieren zwischen maßvoller körperlicher Züchtigung von Kindern durch die Eltern und Kindesmisshandlung.

Bestrafungen von Kindern sind in Deutschland nach § 1631 BGB untersagt. Jedoch sind körperliche Strafen, die mit einem geringen Einsatz von Zwang oder Gewalt verbunden sind, kein Verletzungsrisiko bergen und für das Kind erkennbar erzieherischen Zwecken dienen, von körperlichen Kindesmisshandlungen deutlich zu trennen.

Auszug aus: „Handbuch Kindeswohlgefährdung nach § 1666 BGB und allgemeiner sozialer Dienst (ASD); Anmerkung 8, Kapitel 5-3; Kindler, Lillig, Blümel, Meysen, Werner (Hrsg.))

Als ein Vater dem Leiter des Jugendamtes, Herrn Alfred Kanth, im Jahre 2009 gegenüber erklärte, dass er seine Kinder in der Familie züchtigt, wurde dies von den Behördenvertretern so beurteilt, dass das noch zu tolerierende Maß elterlichen Erziehungsrechts nicht erheblich überschritten wurde, dass staatliches Eingreifen erforderlich wäre”. Ein Richter vom Amtsgericht Ellwangen kam 1998 und 2000 zum selben Schluss. Die Erziehung der Eltern hat sich von 2009 bis zum Tag der Inobhutnahme am 5. September 2013 nicht wesentlich verändert und die positiven Verhaltensweisen der Kinder auch nicht.

Man müsste sich nur die Auszüge aus der Schulakte durchlesen, um zu wissen, was die Vertreter der Schulbehörden, des Jugendamtes and alle anderen bei diesen Kindern beobachtet haben. Sie kennen diese Kinder und wissen, dass sie nicht misshandelt waren, bis zu dem Tag, als sie gewalttätig und gegen ihren Willen, mithilfe von Polizeigewalt von ihren Eltern weggerissen wurden.pso

Das war nur der Anfang der kollektiven Strategie diese Kinder von ihren Eltern zu trennen und die elterliche Autorität in den Köpfen dieser Kinder zu untergraben, die Erziehung, die sie zu solch herausragenden und besonderen Kindern gemacht hat.

Aber jetzt tauchen allmählich die Schäden bei den Kindern auf, die Frucht der staatlichen Maßnahme der letzten 18 Monate: Misstrauen, Respektlosigkeit, Selbstbezogenheit und Egoismus. Das ist das wahre Verbrechen, welches gegen diese Kinder und ihre Eltern begangen wird. Das ist eine Gräueltat und erfüllt den Tatbestand des Völkermords, weil man vorsätzlich und absichtlich das wertvolle Zeugnis eines wunderbaren Lebens zu zerstören sucht – ein Leben von Menschen, die Gott und ihre Kinder so sehr lieben, dass sie Seinem Wort gehorchen möchten.

Wer würde so etwas Kostbares zerstören wollen, das Hoffnung zu allen Deutschen bringen könnte? Wer würde versuchen, die Eltern zu erpressen, indem man ihnen sagt: “Ihr könnt Eure Kinder zurückhaben, wenn ihr die Zwölf Stämme verlasst”? Warum sonst würden Behördenvertreter sagen, dass die einzelnen Eltern “gute und vorsorgliche Eltern” sind, ihnen aber kollektiv das Sorgerecht für ihre Kinder entziehen? Dies ist ganz eindeutig ein Angriff gegen ihren Glauben und gründet sich nicht auf Beweise für Kindesmisshandlung. Es geht darum, eine religiöse Gruppierung zu zerstören, die der Staat nicht mag.

PICT5483Es gibt noch elf andere Zwölf Stämme Gemeinschaften weltweit. Die Eltern erziehen ihre Kinder mit „liebevoller Disziplinierung“1 und es gibt schon zwei Generationen von Kindern, die hier aufgewachsen und inzwischen zu verantwortlichen Erwachsenen herangewachsen sind, welche weder physisch noch psychologische Schäden in ihrer Seele aufzeigen.

Sie betreiben erfolgreiche Geschäfte, sowohl in als auch außerhalb der Gemeinschaft und sind ordentliche Bürger. Sie sind motiviert und intelligent, voller Eifer und kennen den Sinn ihres Lebens. Sie leben nicht von Sozialhilfe und wissen, dass sie frei sind, sich für diese Religion zu entscheiden und möchten ihre Kinder genauso erziehen. Aber eines verstehen sie nicht, warum diese Freiheit in Deutschland nicht gewahrt wird, weil ihr Leben ja keine Beweise dafür liefert, dass man die Erziehung ihrer Eltern verurteilen könnte.

Natürlich stimmt es, dass nicht alle Eltern den Lehren des liebenden Geistes gehorchen, und die Eltern behaupten auch nicht, dass sie perfekt darin waren, wie sie ihre Kinder erzogen haben. Wir glauben keineswegs, dass wir über dem Gesetz stehen. Wenn es Beweise für Kindesmisshandlung bei einzelnen Eltern gibt, dann sollen sie so wie alle anderen Bürger behandelt werden – wie Einzelpersonen.

Aber ist es recht, dass man eine ganze Gruppe von Menschen pauschal verurteilt, nur weil sie an Gottes Wort glauben?

1Gerhard Willms in “Die wunderbare Welt der Sekten” , herausgegeben von Vandenhöeck & Ruprecht, S.84