Ketziah cut outIch war mit meinem Sohn Jesaya 3 Monate in der Mutter-Kind-Einrichtung in Dürrlauingen. Vor der Razzia habe ich meinen Sohn morgens, mittags, abends und ein- bis zweimal nachts gestillt. Durch den seelischen Stress hat er in der Einrichtung tagsüber dann auch noch öfter ma1 zwischendurch getrunken. Der Aufforderung vom Jugendamt ihn abzustillen, bin ich nicht nachgekommen, da das Stillen oft das einzige Trostmittel für meinen Sohn war. Ich hätte große Probleme gehabt, ihm das in dieser Situation abzugewöhnen.

IMG_4418Am Morgen des 9. Dezember 2013 war ich bereits wach und habe meinen Sohn noch gestillt, als eine Mitarbeiterin des Jugendamtes unerwartet an der Tür klopfte und mir sagte, dass heute der Tag sei, an dem mein Sohn in eine Pflegefamilie geht, dass ich ihn bitte fertig machen soll. Ich habe gesagt: „Nein, das mache ich nicht.“

Daraufhin sagte sie mir, dass ich nicht noch alles schlimmer machen soll. Ich dachte, ich hatte das Versorgungsrecht für meinen Sohn, ich konnte ihn nicht so einfach gehen lassen. Ich habe ihm gesagt, dass sie ihn mitnehmen wollen, aber er hat immer wieder gesagt: „Ich will hier bleiben.“

Ich bin noch einmal mit meinem Sohn ins Badezimmer gegangen. Der Flur war schon voll mit Zivilpolizisten und Mitarbeitern des Jugendamtes. Als ich mit meinem Sohn auf dem Arm zurück zu meinem Zimmer kam und halb in der Tür war, gaben die Polizisten sich ein Zeichen und wollten mir meinen Sohn wegreißen. Ich schrie: „Nein, nein, das können Sie nicht machen, das ist mein Sohn, der gehört zu mir!“ Ich wollte ihn festhalten, aber zwei Männer haben mir die Arme gehalten und den einen Arm nach hinten verdreht und mir meinen Sohn aus den Armen gerissen und weggetragen. Ich habe noch weiter geschrien und gerufen. Zwei Polizisten haben mich auf meinem Zimmer bewacht , der eine vor der Tür, der andere dann nach meinem Versuch, noch etwas aus dem Fenster zu rufen, vor dem Fenster.

Ich war zutiefst geschockt und sehne mich danach meinen Sohn wieder bei mir zu haben. Ich habe meinen Sohn nie misshandelt, ich habe ihm immer geben wollen, was er braucht.

Geschockt mussten wir das mit ansehen …

Dürrlauinger protestieren Artikel S 1 Dürrlauinger protestieren Artikel S 2

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