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Hannah 7

Hallo, ich bin die Hannah.

Als ich fünf Jahre alt war, bin ich mit meiner Familie in die Gemeinschaft der Zwölf Stämme gezogen. Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie damals diese Entscheidung getroffen haben. Meine Kindheit in der Gemeinschaft ist für mich eine schöne Erinnerung. Es war aufregend mit so vielen Freunden aufzuwachsen. Unser Leben war nie langweilig oder einsam. Wir haben ein sinnerfülltes Leben. Bei uns ist eigentlich immer etwas los oder was zu tun.

IMG_2605Ich habe schon immer gerne mitgeholfen. Es war nicht so, dass es hieß „arbeiten, arbeiten, arbeiten“. Zum Beispiel, wenn wir im Garten geholfen haben, war es immer eine gesellige Zeit, weil wir alles zusammen tun. Zusammen ist jede Arbeit eine Freude. Ich bin froh, dass die Erwachsenen uns Kinder immer mit einbezogen haben und sich Zeit nahmen, uns Dinge beizubringen. Wir wurden gebraucht, so wie wir waren und wir waren unseren Eltern nicht egal. Ich habe mich immer geborgen und sicher gefühlt bei meinen Eltern.

Meine größte Freude war, dass ich mit neun Jahren noch eine zweite Schwester bekam. Wir hatten so lange auf sie gewartet. Ich liebte sie so sehr und habe mich gerne um sie gekümmert. Ich freute mich darauf, ihr viele Dinge beibringen zu können und zu erleben, wie sie aufwächst.

100_4042-1Wir waren fast immer zusammen und waren richtig gute Freunde. Sie hat gerne Dinge mit mir zusammen gemacht. Sie war ein fröhliches, lebhaftes Kind, bis sie von unseren Eltern getrennt wurde.

Die ganze Polizeigewalt und Angst war so schlimm. Dreimal wurde sie mit der Polizei weggeholt und erlebt nun strikte Überwachung, Einschüchterung und Druck – sie hat kein Vertrauen mehr. Es macht mich traurig, sie einmal im Monat im Kinderheim sehen zu dürfen, wie sie verwahrlost, vor allem in ihrer Seele. Ich sehe ihren Schmerz, weil ich sie kenne und weiß, wie sie vorher war. Es macht mich traurig, dass sie nicht die gleiche Wärme und Geborgenheit erfährt, wie ich, dass sie so jung schon so viel Schmerz, Angst, Trennung und Unsicherheit erleben muss. Sie bekommt zwar Essen, Kleider und Schule, aber sie braucht ihre Eltern!

Hanna 6

Ich wünsche mir nichts mehr, als dass meine kleine Schwester und alle Kinder, die ohne Grund von ihren Eltern getrennt wurden in der Geborgenheit und Liebe ihrer Eltern aufwachsen können, wie ich. Dies Kinder haben Eltern und Familien, die sie lieben. Sie gehören nicht in Kinderheime. Sie sind keine Waisen oder verstoßene Kinder, sondern erwünschte, geliebte Kinder von Eltern.

Wir wurden erzogen Autorität zu respektieren und zu unterstützen. Ich habe als Kind immer gehört, dass Polizisten uns beschützen vor bösen Menschen und dass ich keine Angst haben muss, wenn ich ein gutes Gewissen habe. Ich glaubte, dass Richter unparteiisch richten müssen und ihr Wort halten würden. Ich glaubte, dass die Verfassung etwas bedeutet und dass es Glaubensfreiheit gibt. Aber seit 14 Monaten bin ich schockiert über die Korruption in Deutschland. Immer wieder und wieder werden wir enttäuscht und wachen zur Realität auf.Hannah8Ich hoffe, dass viele zu der Realität unseres deutschen Systems aufwachen können und sich darüber Gedanken machen. Es könnte sie ja auch treffen! Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Tyrannei auf. Bitte, wartet nicht, bis es zu spät ist!!