Schlagwörter

, ,

Wir hatten tatsächlich vom Bundestagspräsidenten eine Genehmigung bekommen, eine Kundgebung in Berlin abzuhalten – direkt vor dem Reichstag – dem Herz der Deutschen Regierung. Wir waren sehr dankbar, dass wir unser Bürgerrecht wahrnehmen und uns auf diese Weise äußern konnten, weil wir ansonsten durch die Presse nur einseitig verleumdet werden.

P1270135

Die Vorbereitungen

Dazu ließen wir die Bilder unserer Kinder auf große Transparente drucken und bereiteten ein Podest und Mikrophon für die Ansprachen vor. Jung und Alt notierten sich, was sie sagen wollten und wir hatten Tausende von Flyer gedruckt und mit vereinter Kraft geheftet und gefaltet. Bis zur letzten Minute vor der Abfahrt wurde noch Essen und Schlafsäcke eingepackt und dann fuhren ungefähr 50 von uns froh und aufgeregt los, mit unserem Bus und mehreren anderen Fahrzeugen.

In Berlin

Der Platz war groß genug, um unser großes Zwölf Stämme-Logo aufzustellen, damit alle wüssten, wer wir sind! Darunter waren unsere jugendlichen Musikanten und das Podium positioniert.P1270130

An der Seite standen Stellwände mit vielen Fotos, auf denen jeder unsere einst glücklichen Kinder, unser Gemeinschaftsleben und die Problematik der kollektiven Sorgerechtsentziehung betrachten konnte.Viele standen davor und stellten uns zahlreiche Fragen.

Wir begegneten vielen kostbaren Menschen aus aller Welt mitten unter der Menge und wir hoffen, dass wir ihnen einen Hoffnungsschimmer mitgeben konnten und dass sie uns eines Tages besuchen kommen, um dieses erstaunliche Leben der Vergebung kennen zu lernen. Wenigstens konnten alle, die uns persönlich getroffen haben, einen anderen Eindruck bekommen, als dass wir eine „komische Sekte“ sind.Rekah in Berlin

Die meisten waren natürlich erst einmal misstrauisch aufgrund der negativen Medienberichte. Manche wollten wirklich gar nichts von uns hören, aber die meisten wurden neugierig, vor allem, wenn unsere mutigen Jugendlichen sprachen.

Die Wahrheit wird gerechtfertigt durch ihre Kinder“ – wer konnte ihre strahlenden Gesichter, ihre leuchtenden Augen und ihren aufrichtigen Glauben ignorieren, wenn sie mit lauter Stimme die Menschenmenge ansprachen? Ihre Unverfälschtheit war nicht zu übersehen und gewann die Herzen der Interessierten.

Wenn alle Kinder so schrecklich aufgewachsen wären, wie es die Aussteiger beschreiben, warum schwärmen die meisten Jugendlichen in der Gemeinschaft von einem wunderbaren, sinnerfüllten Leben? Warum drücken sie Lebensfreude aus im Gegensatz zu den missmutigen Aussteigern? Wenn diese wirklich durch ihren Ausstieg aus der Gemeinschaft „Befreiung“ erlangt hätten, dann könnten sie doch einfach glücklich sein und müssten doch nicht ständig schlecht über die Menschen reden, die früher ihre Freunde waren!

Wahre Freiheit

Wir erfahren gerade, wie unsere Grund- und Menschenrechte immer mehr eingeschränkt werden. Uns wird das Recht verwehrt, als Familie zu leben, das Recht, unsere Kinder zu erziehen, das Recht, unsere Religion auszuüben, das Recht, in ein anderes Land zu ziehen, das Recht auf ein faires Verfahren und Gleichheit vor dem Gesetz, das Recht, auf dem örtlichen Wochenmarkt zu verkaufen, das Recht, uns in unserer Heimatstadt im Stadtsaal zu versammeln, aber zum Glück gewährt man uns noch das Recht auf freie Meinungsäußerung auf der Straße.P1270138

Und das gibt uns den Mut, nicht still zu werden trotz der vielen Vorwürfe und Verleumdungen. Wir sind entschlossen auch weiter unsere Stimme zu erheben.

Denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben!

Apostelgeschichte 4,20

Es geht hier schließlich um die kostbaren Seelen von unseren einstmals glücklichen Kindern, die in Gefangenschaft sind und sich danach sehnen, zurück zu ihren Eltern zu dürfen und nicht zuletzt um unser wunderbares gemeinsames Leben!