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Ich bin in Wien aufgewachsen, in einem Elternhaus der alten Schule mit viel Wärme und Geborgenheit. Ich habe gelernt das Beste aus meinem Leben zu machen und wusste tief drin, dass ich all das einmal meinen Kindern weitergeben wollte. Das war für mich der Sinn meines Lebens. Ich wollte das, was mich meine lieben Eltern und mein junges Leben gelehrt hatte, eines Tages an meine eigenen Kinder weitergeben. „Wozu sonst hätte ich das alles lernen sollen?“, fragte ich mich.

Als ich älter wurde, stellte ich mir nicht mehr diese Frage nach dem Sinn meines Lebens – und meine einzige Beruhigung war, dass ich wusste, dass da noch andere waren, die viel schlimmer sind als ich. So vergingen die Jahre – ich musste mich anpassen und die Spielregeln perfektionieren – doch eine leichte Resignation tief drin und mein Herzenswunsch nach Familie blieb in mir.

Vor 20 Jahren habe ich dann die Gemeinschaft der Zwölf Stämme kennengelernt – zu einem Zeitpunkt, als mein Leben mir keine Illusionen mehr über eine prächtige Zukunft ließ. Und dieses Leben hat mich so fasziniert, dass ich ein Teil der Gemeinschaft wurde. Ich fand ein erstaunliches Leben vor, das Menschen miteinander teilen und dabei jeden Tag bessere Freunde werden.

Wir glauben an Gott und leben zusammen wie die ersten Jünger in Jerusalem. Der liebevolle und respektvolle Umgang miteinander, den ich miterleben konnte, hat mich sehr beeindruckt. Die Bibel ist die Anleitung zu unserem Leben und es hat mir sehr gefallen, wie selbstverständlich und einfach alles umgesetzt wird. Ich lebe zusammen mit glücklichen Menschen, Menschen, die alles neu lernen und die dabei echt miteinander sind. Menschen, die nicht mehr ihre Masken aufsetzen müssen, wenn sie außer Haus gehen – Menschen, die lernen Vertrauen zu haben ineinander und die sich dadurch langsam öffnen können.

Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam.

(Apg 4,32)
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Wahre Wunschkinder!

Ich habe spät geheiratet – nicht weil es keine netten jungen Männer gab in Wien, sondern weil ich den Richtigen heiraten wollte – denjenigen, für den ich erschaffen war! Unsere Ehe ist mit 3 wunderbaren Töchtern gesegnet worden – wahren Wunschkindern!

Zusammen mit meinem Mann haben wir in Klosterzimmern ein herrliches Umfeld gefunden, unsere Kinder großzuziehen. Inmitten der Natur und umgeben von wahren Freunden hatten wir alle Voraussetzungen, zusammen ein einfaches, gottgefälliges Leben zu führen. Endlich erfüllte sich mein Herzenswunsch und ich konnte meinen Kindern weitergeben, was mich das Leben schon gelehrt hatte.
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Wir sind alle auf einem Weg …

einem Weg, der uns in die Ewigkeit führen wird – und wir alle wissen, dass unser Tun Konsequenzen hat. Wenn wir das als Kinder noch nicht gelernt haben, dann spätestens als Erwachsene lehrt uns das Leben, dass es Konsequenzen gibt – für alles was wir tun und alles was wir nicht getan haben. Das gilt für jeden Menschen und jeder Mensch weiß das auch tief drin – ob er nun studiert hat oder nicht, ob er in Afrika groß geworden ist oder in Deutschland.

Am 5. September 2013 wurde unsere glückliche Familie jäh zerstört.

Wie ein Überfallkommando stürmte eine Hundertschaft Polizisten und unzählige Jugendamtsmitarbeiter im Morgengrauen unseren Hof. Sie trieben uns in die gemeinsamen Wohnräume und las uns die Schreckensbotschaft vor. Man beschuldigte uns, dass wir unsere Kinder misshandelt hätten und im Kollektiv wurden uns vorübergehend Teile des Sorgerechts für unsere Kinder entzogen. Mit einer Nummer in der Hand mussten wir uns fotografieren lassen, wie Schwerverbrecher. Seinen Ausweis zu zeigen war nicht erlaubt.

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Trotz dem großen Schock waren wir sicher, dass sich spätestens bis zum nächsten Tag alles aufklären würde und unsere Kinder wieder zurückkommen würden, denn wir hatten ein gutes Gewissen.

Die wahre Kindesmisshandlung

7 lange Wochen sind vergangen, bis wir unsere Töchter zum ersten Mal wieder sehen durften – und das nur für kurze Zeit unter strengster Bewachung mit genauen Vorgaben über welche Themen wir nicht miteinander sprechen sollten. Die wahre Kindesmisshandlung hat am 5. September 2013 begonnen und dauert bis heute an. Wir alle leiden an den Folgen und keiner hört scheinbar unseren Aufschrei nach Gerechtigkeit.
Schott 2013-12 Chaninah an Hr

Jedoch einer hört ihn – und das ist unser Schöpfer – der, der für alle Menschen einen Plan hat und der, alles zum Guten wenden wird, für die, die ihn lieben. Aber Gott ist nicht mystisch. Er liebt es, sich in seiner höchsten Schöpfung, dem Menschen, widerzuspiegeln. Er braucht ehrliche Herzen, die ihn hören können und die mutig genug sind, das zu tun, was er ihnen aufs Herz legt.

Können Sie seine Stimme hören?

Haben sie den Mut, seine Stimme zu hören?

Wollen Sie mithelfen, dass unsere Kinder wieder frei gelassen werden?

Wollen Sie mithelfen, dass Einigkeit und Recht und Freiheit nicht nur eine schöne Melodie der Nationalhymne bleiben?