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Ich war so traurig, dass er noch einmal unserer Familie dasselbe angetan hatte und uns von einem Leben wegreißen wollte, wo wir geliebt und umsorgt waren, wo wir geborgen waren und einen Lebenssinn besaßen. Ich konnte nicht verstehen, warum er das tat.

Meine älteste Tochter war damals fast sieben Jahre alt und sie weinte, weil sie mich und ihre Freunde liebte. Sie konnte die Entscheidung ihres Vaters nicht verstehen. Nach ein paar Wochen schwand meine Hoffnung, dass er zu Sinnen kommen und mit den Kindern zurückkommen würde. Es wurde mir klar, dass er darauf fixiert war nach einer Wohnung zu suchen, um ein anderes Leben zu beginnen. So beschloss ich zu ihm zu ziehen, weil ich besorgt war um die Kinder, vor allem die kleine Leah, die erst sechs Wochen alt war. Als ich ankam, fand ich sie in einem Schockzustand. Leah tat sich schwer die Flasche zu nehmen und reagierte kaum. Sie hatte es nicht verkraftet, dass Robert sie von mir weggenommen hatte, als ich sie noch stillte. Roberts Schwester hatte ihm mit dem Baby geholfen. Sie erzählte mir später, dass sie dauernd daran dachte, mich wegen Leahs Verfassung anzurufen. Sie war sehr besorgt um sie, weil sie sah, dass es ihr ohne mich wirklich nicht gut ging. Als ich mich dann um sie kümmerte, fing sie wieder an zu essen und normal zu reagieren. Meine größte Hoffnung war, dass wir irgendwie alle zusammen als Familie zur Gemeinschaft zurückkehren konnten – an den Ort, wo wahre Liebe und Sicherheit für meine Kinder herrschte.

Robert behandelte mich nicht mit Respekt und er verwehrte es mir, mich um die Kinder zu kümmern. Er erlaubte mir auch überhaupt keinen Kontakt mit meinen Eltern, Geschwistern und Freunden in der Gemeinschaft. Er hat mich eigentlich körperlich und seelisch misshandelt. Ich konnte so nicht weiterleben und so rief ich meine Eltern an. Er war sehr ärgerlich und sagte mir, dass ich zurückgehen könnte, aber dass er die Kinder nicht mit mir gehen lassen würde.

An dem Morgen, an dem ich meine Freunde in der Gemeinschaft anrief mit der Bitte, dass sie mich abholen, hat Robert alle Kinder ins Auto verfrachtet und ist den ganzen Tag weggefahren. Ich hatte keine Möglichkeit auch nur das Baby mitzunehmen.

Die folgenden Wochen wieder zuhause waren sehr schwierig für mich. Ich rief an, um mich zu informieren, wie es den Kindern ging, aber Robert war sehr verärgert mit mir und ich wusste nicht ein noch aus. Alles, was ich wusste war, dass ich ein freier Mensch bin und selbst darüber entscheiden möchte, was ich mit meinem Leben mache. Ich wollte meine Kinder nicht in einer Gesellschaft erziehen, in der jeder nur nach Geld und nach seinem eigenen Lebensunterhalt streben muss.

Ich wollte mein Leben für eine größere Absicht geben und Teil eines Volkes von Menschen sein, die einander lieben und füreinander sorgen, wo es keine Armen und Reichen gibt und wo jeder alles geben kann, um einen Ort des Friedens und der Harmonie zu schaffen.

Robert hat einen anderen Lebensweg gewählt und sein Wort nicht gehalten, als er dieses Leben gewählt hat und mich geheiratet hat. Er hat viele Lügen erzählt, übertreibt Dinge und wie sie passiert sind. Ich sehe alles ganz anders. Alles, was ich jetzt tun kann, ist in Gott vertrauen, dass Er Gerechtigkeit bringen wird. Mein Wunsch ist es, dass meine Kinder auch einmal mein Leben kennen lernen und eines Tages frei entscheiden können, welchen Glauben und welches Leben sie wählen möchten. Obwohl es sehr schwierig ist als Mutter ohne meine Kinder und Ehemann zu sein, weiß ich, dass jeder eines Tages für sein Leben Rechenschaft ablegen muss. Jeder wird nach seinen Taten beurteilt, ob sie gut oder böse waren.

ShalomahIch schäme mich dafür, wie Robert gegen die Gemeinschaft spricht. Es fällt mir schwer, von meinen Kindern getrennt zu sein, aber ich weiß, dass es mir mit Robert zusammen miserabel gehen würde und dass ich meinen Kindern nicht das geben könnte, was in meinem Herzen ist.

Und ich hoffe, dass sich jeder selbst ein Bild darüber macht, worüber ich rede.

Von Herzen Eure, Salem Joy Pleyer