Fast zeitgleich mit dem 25-jährigen Jubiläum des Berliner Mauerfalls entscheidet ein deutsches Oberlandesgericht zu Gunsten einer Familie, die ausreisen wollte. Um dies zu verhindern, hatte man ihnen im August 2013 kurzerhand ihre vier Kinder weggenommen, in ein Kinderheim gesteckt und dann dafür gesorgt, dass sie in die öffentliche Schule gehen.

Michael Donnelly

Familie Wunderlich Quelle: Michael Donnelly

Familie Wunderlich hatte angedeutet, dass sie nach Frankreich auswandern wollten, wo Heimschulunterricht legal ist. Die deutschen Behörden hatten es als so große Gefahr für das Kindeswohl angesehen, dass sie sich gezwungen sahen gewaltsam einzuschreiten. Dies erinnert an DDR-Zeiten, in denen man Fluchtverdächtigen auch die Kinder wegnahm.

Das OLG Frankfurt hat nun am 15. August 2014 entschieden, dass den Wunderlichs das Sorgerecht für ihre vier Kinder zurückgegeben werden musste, weil der Wegzug aus Deutschland wegen der Schulpflicht nicht zwangsweise eine Gefahr für das Kindeswohl darstellt.

Vielleicht gibt es dann auch noch Hoffnung für die Zwölf Stämme-Kinder, dass sie wieder zu ihren Eltern zurückkehren dürfen? Denn auch bei den Zwölf Stämmen war die größte Gefahr für das Kindeswohl, die Fluchtgefahr. Man dachte, dass sich die Zwölf Stämme ins europäische Ausland „absetzen“ und sich so der deutschen Rechtsstaatlichkeit „entziehen“ würden. Deshalb hatte das Jugendamt auch vorher keinerlei Gespräche mit den betroffenen Familien geführt, damit diese die „drohende Gefahr“ des Sorgerechtsentzugs nicht erahnen konnten.

Denken die deutschen Behörden und Gerichte im Ernst, dass es in Deutschlands europäischen Nachbarländern keine Rechtsstaatlichkeit gebe?

Wir freuen uns jedenfalls sehr für die Familie Wunderlich und wünschen allen Heimschuleltern weiterhin Mut und hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht…

Freiheit und Gerechtigkeit erhöht ein Volk…
(Sprüche 14,34)

Wir empfehlen, dazu folgende Zeitungsartikel zu lesen:

02-09-_2014_20-48-3702-09-_2014_20-49-00