Pressemitteilung der Anwaltskanzlei Michael Langhans, Donauwörth 4/2014

Amtsgericht Nördlingen verhindert ehrliche Information der Öffentlichkeit betreffend der Gemeinschaften „Zwölf Stämme“

Donauwörth, den 21.08.2014

Im Hinblick auf unsere Pressekonferenz vom 01.08.2014 wurde unsererseits beantragt, diejenigen Dokumente, die den Journalisten K. des Fernsehsenders RTL einer Falschaussage belasten könnten, veröffentlichen zu dürfen, um der Öffentlichkeit eine eigene und unvoreingenommene Meinungsbildung zu ermöglichen.

Dieser Antrag wurde nunmehr durch den Amtsgerichtsdirektor abgelehnt. Eine inhaltliche Begründung erfolgt nicht.

Das Vorgehen des Amtsgerichts ist befremdlich: Angesichts der Tatsache, dass die Vorwürfe bereits vor einem Jahr via Fernsehen durch ebenjene Person verbreitet wurden gibt es keine schützenswerten Interessen Dritter; die Verweigerung der wahrheitsgemäßen Information durch Akteninhalte dient dazu, der Öffentlichkeit keine eigenständige Meinungsbildung zu ermöglichen. Dies ist umso weniger nachvollziehbar, als dass das

Amtsgericht zu denselben Inhalten bereits gegenüber der Presse Stellung vielfältig genommen hat (vgl. Spiegel Online 29.11.2013), teilweise Beweisunterlagen durch das Amtsgericht den Eltern und Anwälten vorenthalten werden und Akteneinsichten immer noch unzureichend gewährt werden.

Wer hat hier ein Interesse daran, dass diese Fälle nicht ehrlich aufgeklärt und die Öffentlichkeit nicht ehrlich informiert wird?

Gleichwohl wird im Moment aus Respekt vor dem Gericht eine rechtlich mögliche eigenständige Veröffentlichung nicht erfolgen. Es wäre wünschenswert, wenn den Anwälten derselbe Respekt entgegengebracht würde und endlich uneingeschränkt Akteneinsicht erfolgen würde.

Rechtsanwalt Michael Langhans vertritt Familien der Gemeinschaften in Klosterzimmern und in Wörnitz vor den Amtsgerichten Ansbach und Nördlingen.

Für Rückfragen steht Ihnen Rechtsanwalt Langhans unter ra@rechtsanwalt-langhans.com oder 0179/1126589 zur Verfügung