Das Jugendamt versucht die Zwölf Stämme-Kinder zu deprogrammieren gegen das Mandat der Bayerischen Verfassung Art. 137

Die Teilnahme am Religionsunterricht und an kirchlichen Handlungen und Feierlichkeiten bleibt der Willenserklärung der Erziehungsberechtigten, vom vollendeten 18. Lebensjahr ab der Willenserklärung der Schüler überlassen.

Am 5. September 2013 wurden die Kinder der Zwölf Stämme-Gemeinschaft in Klosterzimmern und Wörnitz vorläufig vom Jugendamt in Obhut genommen. Das Recht, über den Glauben und das religiöse Leben der Kinder zu bestimmen, bleibt nach dem deutschen Grundgesetz Art. 6 und auch der Bayerischen Verfassung weiterhin bei den Eltern. Obwohl sie dem Gericht das Gegenteil erklärt hatten, haben die Mitarbeiter des Jugendamtes am 19. Juli ein Treffen mit einem sogenannten „Sektenexperten“ von München und den Pflegeeltern veranlasst trotz Einspruch der Eltern. Kein Richter konnte sie stoppen. Das Jugendamt offenbarte nie, dass es einen sogenannten Experten eingeladen hatte, der die Eltern kritisieren und falsche Informationen an die Pflegeeltern und die Kinder (die ebenfalls anwesend waren) über deren Glauben weitergeben sollte. Dies verletzt sowohl die bayerische als auch die deutsche Verfassung. Werden dadurch die kleinen Kinder nicht völlig verwirrt und psychisch belastet? Die Pflegeeltern mussten sich drei Stunden lang etwas über den Glauben der Zwölf Stämme anhören von Leuten, die nichts darüber wissen, was die Zwölf Stämme tatsächlich glauben oder leben.

Die Rechte einer religiösen Organisation hängen nicht von der staatlichen Meinung über ihren Glauben ab. Tatsächlich ist es dem Staat verboten, die geistliche Wahrheit des Glaubensbekenntnisses zu beurteilen. Alle Religionen haben die gleichen Rechte, egal ob die Organisation klein oder groß ist, traditionell oder neugegründet.
 -Gerhard Robbers, “Religious Freedom in Germany” BrYLR 643, 656 (2001)

Die Richterin in Nördlingen fragte das Jugendamt nie, wer dieser Mitarbeiter sei, sie traf nie eine Entscheidung darüber, dass das Jugendamt nicht das Recht hat, sich in die Glaubensüberzeugungen der Eltern oder deren Bestimmungsrecht über die Religion der Kinder einzumischen.

Es gibt keinen Hinweis dahingehend, dass die Richterin diese gewichtigen verfassungsgeschützten Rechte der Eltern und Kinder vor Eingriffen der Behörden bewahrt hat, obwohl die Eltern beantragt hatten diese Informationsweitergabe zu unterbinden. Man muss verstehen, dass ein Richter im Verlauf eines einstweiligen Sorgerechtsentzuges verpflichtet ist, die Eltern-Kind-Beziehung zu beschützen und zu fördern. Jeder Versuch des Jugendamtes, diese Kinder gegen ihre Eltern oder deren Glauben aufzuhetzen, verletzt ihr verfassungsmäßiges Grundrecht, das das Gericht aufrechtzuerhalten hat.

Bei diesen Kindern geht es nicht um 
Kindesmisshandlung, sondern um den 
Glauben ihrer Eltern, die Mitglieder 
der Zwölf Stämme sind.

Die Religionsfreiheit aller Menschen in Deutschland ist durch das Grundgesetz gewahrt. Das bedeutet, dass man niemanden wegen seines Glaubens verfolgen oder bestrafen und vor allem ihnen nicht ihre Kinder wegnehmen darf aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit. Aber genau das war der wiederholte Grund, warum das Gericht den Sorgerechtsentzug aufrechterhält. Kinder können nur von ihren Eltern getrennt werden, wenn es Beweise von Misshandlung für das besagte Kind gibt und wenn keine milderen Mittel zur Verfügung stehen.



Keine Spuren von Misshandlung

Aufgrund der Propaganda eines skrupellosen Journalisten, missmutigen und subjektiven Aussteigern und falsch informierten Sektenexperten rechnete das Jugendamt damit, am Tag der Inobhutnahme schwer misshandelte Kinder anzutreffen. Stattdessen wurden bei der amtsärztlichen Untersuchung am Tage der Razzia keinerlei Anzeichen von Misshandlung bei den 40 Kindern, die sie festgenommen hatten, festgestellt, einschließlich einer Fünfzehnjährigen, die zu Gast war und auch diese entwürdigende Untersuchung über sich ergehen lassen musste. Warum wurden die Kinder dann vom Jugendamt nicht sofort wieder nach Hause gebracht, wie es die Jugendamtsmitarbeiter am Morgen versprochen hatten? Für die Kinder war dies nur die erste von vielen Lügen – ihnen wurden dauernd Versprechen gegeben, die vom Jugendamt nicht eingehalten wurden (“Kann ich meine Eltern anrufen?” “Kann ich sie sehen?” “Warum können sie nicht kommen?” “Wann kann ich nach Hause gehen?”). Die Rechtfertigungen des Jugendamtes, die Kinder zu behalten, beruhen einfach nur auf der Zugehörigkeit der Eltern zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft.


Noch kein Kind wurde durch eine Razzia vor Schaden bewahrt

Weltweit werden solche Kollektivmaßnahmen verurteilt und ziehen häufig eine nicht geringe Geldstrafe für die Behörden nach sich, die gesetzeswidrig gegen religiöse Minderheiten vorgehen aufgrund von falschen Informationen. Tatsächlich zeigt eine wissenschaftliche Studie auf, dass es nicht einmal ein Kind gibt, das wirklich durch eine staatliche Razzia vor Schaden bewahrt wurde, und diese Razzien kosten den Steuerzahler auch noch viel Geld.

Eine Frau trat unserer Gemeinschaft bei, die das Sorgerecht für ihr Kind fünf Jahre zuvor aus anderen Gründen verloren hatte. Dieses Mädchen könnte eigentlich wieder zu ihrer Mutter zurückgeführt werden, aber “nicht solange sie bei den Zwölf Stämmen lebt”. Das ist nicht recht, es verstößt gegen das Gesetz und ist religiöse Verfolgung. Die Leiter der Jugendämter und die Gerichte verstehen dieses fundamentale Grundrecht in keinster Weise.

Es ist ganz offensichtlich, dass unsere Kinder, die von uns Eltern gestohlen wurden, gerade umerzogen oder deprogrammiert werden (definition von “deprogrammieren”: Eine Person wird gegen ihren Willen mit psychologischen Mitteln dazu gebracht, ihre Zugehörigkeit zu einer Religion oder Religionsgemeinschaft aufzugeben.). Die Pflegeeltern werden nun durch unqualifizierte “Sektenexperten” falsch informiert. Versteht die breite Öffentlichkeit überhaupt, was hier los ist? Warum dürfen die Behörden unsere Kinder weiterhin in ihren Gefängnissen festhalten?

Alle Kinder, die alt genug waren, um wegzulaufen, sind zu ihren Eltern geflüchtet. Die restlichen sagen immer wieder allen, die es hören wollen: “Alles, was ich will, ist wieder nach Hause zu gehen zu meinen Eltern. Ich liebe meine Eltern und mein Leben in Klosterzimmern. Bitte, lasst mich nach Hause!” Unsere Kinder drücken ihre Herzen ihren Pflegeeltern, den Mitarbeitern des Jugendamtes, die sie wie Kriminelle gefangen halten, und den Richtern gegenüber aus, aber diese schauen nur gähnend aus dem Fenster.


Unsere Kinder waren einst voller Leben und Hoffnung.

Jetzt leben sie enttäuscht und deprimiert in staatlicher Obhut, wo sie nicht hingehören und nicht hineinpassen. Wer wird für diese flehenden Kinder aufstehen und dieser systematischen Misshandlung durch den Staat ein Ende bereiten?

Der staatliche Schulzwang und das Leben in den Einrichtungen haben unsere Jugendlichen erheblich belastet, weil sie dort Unmoral und ständigem Gespött ausgesetzt waren. Sie haben viele Geschichten von ihrer Traumatisierung zu erzählen. Es ist herzzerreißend, und die absolute Ironie dabei ist, dass sie zu all dem gezwungen wurden, weil es “in ihrem besten Interesse” sein soll! Sie werden die Geschichten noch aus ihrem eigenen Mund hören. Dessen können Sie sich sicher sein. Sie werden sie laut und deutlich hören. Ihre menschliche Stimme wird nicht verstummen.


Für das Kindeswohl völlig unsinnig

Diese Kinder werden psychisch misshandelt. Sie erlebten seit letztem September das Trauma einer Razzia und manche sogar zwei oder drei. Warum mussten sich die Erzieher einer Mutter-Kind-Einrichtung (einer Einrichtung, in der Kleinkinder und Säuglinge mit ihren Müttern zusammen betreut werden) wohl einer psychologischen Betreuung unterziehen, nachdem das Jugendamt mit Unterstützung der Polizei frühmorgens die Mütter überfallen und mit Gewalt friedlich stillende Babies und Kleinkinder mit großem Geschrei von ihnen weggerissen hat? Auch einige Heimbewohner und durch das Geschrei aufgeschreckte Nachbarn haben die Aktion mitbekommen – sie hatten so etwas noch nie erlebt! Kann irgendein Mensch solche Maßnahmen des Jugendamtes nachvollziehen? Ist das nicht herzlos und barbarisch?

Warum wurde vom Gericht dafür keiner zur Rechenschaft gezogen angesichts der himmelschreienden Misshandlung und psychischen Qualen der Kinder, die man eigentlich beschützen sollte? Deutschland wird Rechenschaft für die unnötige Misshandlung, die unsere Kinder ertragen mussten, ablegen müssen.


Nachdem fast ein Jahr vergangen ist …

Jetzt haben die Gerichte die Unverfrorenheit, psychologische Sachverständigengutachten zu verlangen, damit sie sich für einen permanenten Sorgerechtsentzug aussprechen können. Sie wollen, dass die Eltern diesen Gutachten zustimmen. Sie drohen damit, die Gutachten auch zu erzwingen, wenn die Eltern nicht mitmachen. Die Kinder wollen nach Hause. Das ist ganz klar. Sie brauchen keine psychologischen Gutachten, um darüber zu entscheiden. Ihre Schulzeugnisse aus der anfänglichen Zeit nach der Inobhutnahme beweisen, dass die Kinder psychisch völlig gesund waren. Inzwischen lassen ihre Leistungen nach… warum?

Wie kann ein Psychologe jetzt den psychischen Zustand dieser Kinder vor der Razzia am 5. September 2013 begutachten? Wie kann er nach der inzwischen fast einjährigen Trennung feststellen, welche psychische Schädigung von den Eltern herrührt und welche von der Fremdunterbringung?

Oder will man diese Gutachten nur haben, damit das Jugendamt endlich die Beweise für eine Schädigung hat, nach denen sie so verzweifelt suchen?