Das Jugendamt behauptet, dass die Pflegeeltern der Zwölf Stämme Kinder sich lediglich zu einem “Erfahrungsaustausch” treffen. Das Jugendamt sagt, dass “nur” Vertreter des Jugendamtes Donau-Ries und des Bayerischen Landesjugendamtes teilnehmen.

Aber wer sind diese Vertreter? Wenn man den Begriff “Sektenberatung Bayern” googelt, findet man kurioserweise an oberster Stelle die Website des Bayerischen Landesjugendamtes mit den Kontaktdaten der Evangelisch-Lutherischen und katholischen “Sektenberatern”. Wird also Klaudia Hartmann, die “Sektenexpertin” der Diözese Augsburg, an diesem Treffen teilnehmen? Sie hat ja schon mehrmals als “Sachverständige” für die Schulbehörden und die Gerichte hergehalten.

Wir müssen aber verstehen, dass diese sogenannten “Sektenexperten” von den jeweiligen Kirchen unterstützt und finanziert werden (… wes Brot ich ess, des Lied ich sing…). Wenn sie ihr Gedankengut an Kinder weitergeben, deren Eltern etwas Anderes glauben, verstößt dies gegen die Religionsfreiheit und das deutsche Grundgesetz. Wenn sie ihr Gedankengut an die Pflegeeltern weitergeben, entspricht dies derselben Grundrechtsverletzung, weil sie ja die derzeitigen Betreuer der Kinder sind und sie sicherlich beeinflussen, wie dies in jeder Familie geschieht. Wenn deren Denken mit Vorurteilen überflutet ist, sind sie dann nicht eher aufhetzerisch und voreingenommen als objektiv?

Das Jugendamt ist nicht im Besitz der Zwölf Stämme Kinder und wird es, mit Gottes Hand, auch niemals sein. Es hat noch keine Hauptsacheentscheidung in unseren Sorgerechtsverfahren gegeben. Das Jugendamt ist nicht berechtigt “die Gedanken und Herzen” unserer Kinder umzuerziehen, vorallem nicht gegen ihre wahren Eltern. 

Wir haben erfahren, dass die Absicht des morgigen Treffens nicht der Darstellung des Jugendamtes (ein „Erfahrungsaustausch“) entspricht. Tatsächlich werden “Sektenexperten” (Vertreter des Bayerischen Landesjugendamtes) die Pflegeeltern darüber informieren, “womit sie es bei diesen speziellen Kindern von Klosterzimmern zu tun haben”.

Aber warum kommen dann die Kinder auch mit?

Wenn das Jugendamt eine Wiederzusammenführung der Familien anstreben würde, würden sie dann nicht die wahren Eltern in diesen angeblichen Dialog mit einbeziehen, wie das normalweise bei Hilfeplangesprächen üblich ist? Oder denken sie, dass sie über die Eltern der Zwölf Stämme „schon alles wissen”? Könnte es nicht sein, dass es den Kindern mehr helfen würde, wenn die Pflegeeltern einen Dialog mit den wahren Eltern anstatt mit falsch informierten Sektenexperten hätten?

Wir möchten an dieser Stelle jeden wissen lassen, dass die wahren Eltern der gefangen gehaltenen Zwölf Stämme Kinder auf ihre verfassungsrechtlich geschützten Grundrechte bestehen und gegen diese religiöse Indoktrination und Entfremdung ihrer Kinder protestieren.

Alle wissen, dass die Kinder gesund und nicht misshandelt sind und nach Hause kommen wollen. Das Jugendamt versucht scheinbar Zeit zu schinden, um die Kinder gegen den Glauben ihrer Eltern umzuerziehen.

Am heutigen Tag wird Nelson Mandela anlässlich seines Geburtstags am 18. Juli 1918 geehrt. Wir müssen uns an die grundlegenden Freiheiten erinnern, für die er gelitten und gelebt und gestorben ist. Google hat eine seiner tiefgründigen Aussagen veröffentlicht:

„Niemand wird mit dem Hass auf andere Menschen geboren,
nicht wegen ihrer Hautfarbe, ethnischen Herkunft oder Religion.
Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen.
Menschen müssen zu hassen lernen
und wenn sie zu hassen lernen können,
dann können sie auch gelehrt werden zu lieben, ….“
(aus der Mandela-Autobiografie Long Walk To Freedom, 1994)