Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

hiermit möchten wir zu dem sehr aufschlussreichen Artikel in den Rieser Nachrichten vom 31.1.2014 bezüglich „Gewalt an Kindern: Rechtsmediziner kritisieren das Jugendschutzsystem in Deutschland“ Stellung nehmen.

Wenn doch nach Angaben des Vorsitzenden des Berufsverbandes der Kinder-und Jugendärzte in Bayern, „viele Verletzungen schon nach zwei Wochen wieder verheilt sind“, wieso werden dann die schweren Misshandlungsvorwürfe an den Kindern der Zwölf Stämme aufrecht erhalten, die doch beständig durch rechtsmedizinsche und amtsärztliche Untersuchungen widerlegt worden sind?

AG_ArztFalls es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen ist, möchten wie Sie darauf hinweisen, dass schon 2012 aufgrund der Vorwürfe im Fokus – von denen auch die Rieser Nachrichten berichteten – die Eltern der Zwölf Stämme in Klosterzimmern auf Anraten des Jugendamtes einer sofortigen amtsärztlichen Untersuchung aller Kinder zustimmten, die im Schulhaus in Klosterzimmern von unabhängigen Amtsärzten durchgeführt wurde. Bei dieser Untersuchung wurde an keinem der Kinder irgendwelche Spuren von Misshandlungen gefunden.

Am Tag der überraschenden Razzia am 5. September 2013 fand im Landratsamt Donau-Ries ebenfalls eine sofortige, rechtsmedizinische Untersuchung aller Kinder von eineinhalb bis siebzehn Jahren statt, weil uns vorgeworfen wurde, dass wir unsere Kinder „weiterhin“ „Systematisch misshandeln“ würden und „Gefahr im Verzug „ sei.

Auch hierbei wurden keinerlei Beweise an irgendeinem der untersuchten Kinder gefunden.

Trotzdem wurde jedes Kind und jeder Jugendliche mit einer Nummer in der Hand fotografiert und Pflegefamilien oder Institutionen für Schwererziehbare Jugendliche zugeführt. Dort befinden sie sich aufgrund einer richterlichen „einstweiligen Verfügung“ schon seit fünf Monaten.

In dem amtsrichterlichen Beschluss, der diese einstweilige Verfügung aufrecht erhält, wurde nach weiteren medizinischen Untersuchungen und Anhörungen anerkannt, dass die Kinder ihr Eltern lieben und die Eltern ihre Kinder lieben und sie diese auch gut versorgt haben.

TROTZDEM lautet der richterliche Beschluss einheitlich, dass wir unsere Kinder erst dann zurückbekommen, wenn wir uns von unserem Glauben distanzieren. Wer sich trotzdem nicht von seinem Leben in den Gemeinschaften der Zwölf Stämme trennt, muss damit rechnen, für „erziehungsunfähig“ erklärt zu werden.

Und das, obwohl alle Kinder wieder zu ihren Eltern zurück wollen…