Sehr geehrter Herr Landrat Rössle,

indexIch hoffe, Sie können sich die Zeit nehmen, diesen Brief zu lesen. Es geht dabei um die Gemeinschaft in Klosterzimmern, über die sich in den letzten Monaten die Gemüter erhitzen.
Ich selbst lebte dort bis 2009 und lebe seitdem im Ausland, von wo ich diese Situation mit zunehmender Besorgnis verfolge. Die Absicht meines Briefes liegt nicht darin, meinen Groll auszudrücken, sondern vielmehr, Ihnen mehr Einsicht diesbezüglich zu vermitteln.
Der Grund, warum ich Ihnen persönlich schreibe, liegt darin, das ich glaube, dass Sie eine Schlüsselstellung in diesem Konflikt haben.
Die Situation scheint im Moment festgefahren, da sich zwei feste Fronten gebildet haben, mit einer scheinbar unüberwindbaren Kluft. Die Kluft wird so lange bestehen bis irgendwann Verständnis zustandekommt, denn im Moment redet man aneinander vorbei.

Das Problem liegt hierbei, dass das Landratsamt davon ausgeht, dass die Kinder der Gemeinschaft dort misshandelt werden, was aber nicht der Fall ist und was ich und meine vier inzwischen erwachsenen Kindern bezeugen können. Misshandlung und die nötige Korrektur mit einem kleinen Weidenrütchen auf das Hinterteil ist nicht dasselbe.

Und genau hier fängt das Problem an:
Seit Jahrtausenden war es ein instinktives von Gott gegebenes Recht in allen Kulturen der Erde, das ein Vater, der seinen Sohn liebt und auf diese weise korrigiert, wenn er es nötig hat und ihn so zu einem Menschen erzieht, der mit einem guten Gewissen aufwächst und so lernt seine eigenen egoistischen Züge zu beurteilen. Dies steht in vielen Stellen im alten und ne
uen Testament jeder Bibel, von denen Millionen auf deutschen Bücherregalen stehen. (zum Beispiel in Sprüche 13,24 und in Hebräer 12, 4-11). Ich bin heute 56 Jahre alt und ging bei Stuttgart zur Schule, wo noch bis zur 4. Klasse vom Klassenlehrer ein solches Stöckchen eingesetzt wurde, wenn es nötig war. Das war bis ca. 1968. und ich habe diesen Lehrer immer respektiert, weil er gerecht war und nur sein Stöckchen einsetzte, wenn wir unsere übertretungen zugegeben haben.
Allerdings hatten wir auch andere Lehrer, wie zum Beispiel der Eine, der uns ohne Vorwarnung mit rotem Kopf mit der Hand ins Gesicht schlug, diesen konnte ich nie wirklich respektieren, weil ich instinktiv wusste, das er mich nicht liebte, sondern vielmehr ägerlich war.
HIER genau sieht man den Unterschied zwischen Korrektur mit Liebe und Misshandlung.
So kam dann die deutsche Regierung z
uerst 1968 mit den Verbot jeglicher körperlicher Korrektur in Schulen und letztendlich im Jahre 2000, mit den Gesetz des Verbotes zu Hause, auf. Das war wohl gerechtfertigt im Falle von wahren Misshandlungen, nicht aber im Falle von Korrektur in Liebe. Unglücklicherweise wurde alles von unverständigen Menschen über einen Kamm geschert und nicht klar abgegrenzt.

Nun weiter in meiner Geschichte: im Jahre 1972 fingen wir an in der Schule mit Drogen und Pornos zu handeln und in der Pause wurde hochprozentiges beim nächsten Laden geklaut. Hinzu kam zunehmende Gewalt und Rockerbanden.

Kurz gesagt: wo vorher Ordnung war, war die Hölle losgebrochen. Im Jahre 2009 fand an derselben Schule dann der aufsehenerregende Amoklauf von Winnenden statt, wobei mein kleiner Neffe beinahe erschossen wurde. Ganz offensichtlich gibt es Statistiken die dies alles weltweit beweisen.

So gibt es nun Hunderttausende von Christen, die in Deutschland noch bis heute ihre Kinder mit Liebe korrigieren, wenn sie es brauchen. Eigentlich wurde nämlich bei dem o.g. Gesetz kein Strafmaß genannt, trotzdem müssen dies diese Menschen, die Gottes Wort respektieren, unter Furcht und heimlich tun.

Der Grund dafür liegt darin, dass das deutsche Jugendamt diese Menschen mit den betrunkenen Vätern in asozialen Familien über einen Kamm schert. Und das ist vollkommen falsch. Woher kann ein Staat die Arroganz nehmen, ein gottgebenes Recht, nämlich die Korrektur in Liebe, zu kriminalisieren und auf das gleiche Niveau zu setzen mit einer wahren kriminellen Handlung? Hier sollte eigentlich die Funktion des Jugenamtes EINSETZEN, nämlich darin, klar zu differenzieren, zwischen wahrer Misshandlung und unserem gottgegebenen Recht.
 
 
Und deshalb schreibe ich nun Ihnen, 
weil Sie meines Wissens nach, das Haupt 
über dem Jugendamt sind. 
Ich hoffe, Sie können nachvollziehen, 
was ich hiermit sagen will. 

Diese Kinder gehen nun durch einen fast fünfmonatigen Albtraum und wollen nichts anderes als zu ihren liebenden Eltern zurück, sogar sofort nach der Razzia, wurde öffentlich festgestellt, dass dies keine misshandelten Kinder sind.
Die Funktion des Jugendamtes in diesem Bereich in Deutschland muss korrigiert werden. Es hat zu viel Autorität und missbraucht sie in noch hunderten von anderen Fällen. Ich hoffe, Sie sind willig, diese offensichtliche Ungerechtigkeit in Frage zu stellen und zu einem Ende zu bringen. Es ist verständlich, dass dies viele schlaflose Nächte (Zitat in der SZ) zu den Verantwortlichen bringt, weil nämlich Gott durch ihr Gewissen zu ihnen sprechen will. Die uneingeschränkte Stellung des Jugendamtes hat ihre Wurzeln noch im Nazideutschland und auch in der DDR. Es gibt kein freies Land in der Welt, wo eine Behörde eine derartiige Position hat ausser in Skandinavien, den Ländern mit der höchsten Kriminalitäts- und Gewaltsquote der Welt. Die Razzia in Klosterzimmern, war die grösste derartige im Nachkriegsdeutschland, während im Dritten Reich solche Razzien gegen Minderheiten wie der Bruderhof-Gemeinschaft, der auch alle Kinder damals weggenommen wurden, an der Tagesordung lagen.

Aus diesem Grunde haben die Alliierten damals im Jahre 1949 Deutschland eine Verfassung, das Grundgesetz „verpasst“. Wegen unserer so unfreien Vergangenheit, haben wir aber nie die wahre Funktion dieser Verfassung verstanden. Sie sollte uns eigentlich davon beschützen, das Gesetze in ungerechter Weise, zum Beispiel gegen solche gerechte Minderheiten, angewendet werden. Dies nennt sich Jurisprudenz, nämlich die weise Anwendung des Gesetzes. Nur ein legalistischer, tyrannischer und totalitärer Staat hat eine solche Gesetzgebung, die gerechten Minderheiten keinen Platz lässt zu existieren. Das Resultat davon wird Perversion sein, Schritt für Schtitt in allen Ebenen der Gesellschaft. Dies bedeutet praktisch, dass Gutes als Böse, und Böses als Gutes bezeichnet wird. Eine solche Gesellschaft wird von unserem Schöpfer zum Fall gebracht werden, wie es schon viele Beispiele in der Geschichte der Menschheit zeigten. Wir als Gläubige, respektieren, den Staat, wenn er uns aber daran hindert, unserer höchsten Autoritat, nämlich Gott zu gehorchen, müssen wir Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Ich hoffe, Herr Rössle, dass ich ihnen ein wenig Verstandnis durch diesen Brief weitergeben konnte. Wir beten für Sie und alle Verantwortlichen.


Hochachtungsvoll
Ulrich Fingerle