Helez ist frei!Schuele_02

Am vergangenen Montag nach der Schule ist der fast 14-jährige Helez kurzentschlossen geflüchtet …

 

Er hat nunmehr fünf Monate lang in einem Heim für Schwererziehbare ausgeharrt – in der Hoffnung auf einen richterlichen Beschluss, der ihn wieder nach Hause gehen lässt. Helez hatte den drei Richtern des Oberlandesgerichts zwei Wochen zuvor unter Tränen seine drei größten Wünsche offenbart:

1. Ich will nach Hause!
2. Ich will, dass die anderen Kinder nach Hause dürfen!
3. Ich will Schmerzensgeld haben!

Das Jugendamt und Helez Verfahrensbeistand hatten sich dagegen vor Gericht für eine Aufrechterhaltung des Sorgerechtsentzuges ausgesprochen. Helez Hoffnung schien immer weiter weg zu rücken …
… nach einer langen Zugfahrt kommt er im Dunkeln dort an, wo er sich geborgen fühlt – endlich Zuhause! Die Freude ist groß, aber überschattet von der Gewissheit, dass er jederzeit mit Polizeigewalt wieder vom Jugendamt „Inobhut“ genommen werden kann.

Die Eltern führen Gespräche mit dem Jugendamt und der zuständigen Polizei. Warum will man diesen Jungen weiterhin gegen seinen Willen von seinen Eltern getrennt halten? „Es stehen Vorwürfe im Raum, die eine Kindeswohlgefährdung nicht auschließen lassen …“

Am dritten Tag der Ungewissheit und Angst kommt dann die freudige Botschaft:

Das Oberlandesgericht hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht den Eltern zurückgegeben. Wir sind so dankbar, dass die Menschlichkeit doch gesiegt hat! Danke all denen, die uns helfen!