Am 05.09.2013 fand die erste Razzia in Klosterzimmern statt, dabei wurden meine Kinder mit einem mächtigen Polizeiaufgebot von mir genommen. Dies wurde vom Jugendamt veranlasst, obwohl wir noch nie mit dem Jugendamt zu tun gehabt hatten.

P1130391Meine Tochter war zu dem Zeitpunkt 2 Jahre alt und durfte noch gestillt werden. Mein Sohn hat Diabetes Mellitus Typ1 und beide Kinder wurden mit der Mutter in eine Mutter-Kind-Einrichtung gebracht. Hier lebten sie für drei Monate. Unser Sohn Shama ging in die dortige Dorfschule und alle Lehrer, Erzieher, Nachbarn, Klassenkameraden usw. beobachteten die harmonische Beziehung zwischen meiner Frau und den Kindern.

Die Einrichtung war 24 Std. am Tag besetzt und somit war eine ständige Kontrolle gewährleistet.

Dennoch hielt es das Jugendamt für notwendig, am 09.12.2013 ein zweites Mal mit Polizeigewalt die noch schlafenden Kinder wecken und dann den Müttern entreißen zu lassen. Aber warum muss man diese sowieso schon gestressten Kinder ein zweites Mal traumatisieren? Worum geht es dem Jugendamt denn eigentlich? Das Wohl der Kinder war in dieser Einrichtung offensichtlich nicht gefährdet.

Es handelte sich insgesamt um drei Mütter und sieben Kinder. Die Jugendamtsmitarbeiter haben alle Kinder in separate Autos verfrachtet und weggefahren.

CIMG1094Meine Frau hatte nicht einmal Gelegenheit, eine medizinische Übergabe hinsichtlich des Diabetes meines Sohnes durchzuführen. Es ist verantwortungslos dieses Kind, das noch nicht in der Lage ist, seinen Diabetes selbstständig zu managen, einfach von der Mutter zu trennen.

Inzwischen sind über zwei Wochen vergangen, ohne dass unsere Kinder ein Lebenszeichen von ihren Eltern bekommen hätten. Das Jugendamt ist nicht bereit uns zu sagen, wo unsere Kinder sind und lässt uns auch nicht mit ihnen telefonieren. „Eventuell in der zweiten Kalenderwoche 2014“, war die Antwort auf unsere Frage bezüglich des Umgangsrechts, welches wir ja noch haben.

Da eine Mitarbeiterin des Jugendamtes so nett war uns ein paar Informationen zu geben, wissen wir jetzt, dass sie unseren achtjährigen Sohn Shama Yadid nach Thüringen gebracht haben.

Es hat uns erneut das Herz zerrissen, als wir uns vorstellen mussten, dass der Junge nicht nur durch die Polizei von der Mutter getrennt, sondern auch noch dreieinhalb Stunden weit wegtransportiert wurde. Mit jedem Kilometer, den man ihn wegbrachte, fühlte er sich bestimmt noch alleingelassener.

Jetzt ist er ohne eine Vertrauensperson in einer Einrichtung für bedürftige Jugendliche (aus sozial schwachen Familien), einer anderen Kultur, mit einem anderem Dialekt und ist ständig Einflüssen ausgesetzt, mit denen er nie zuvor konfrontiert war.

Wir haben z.B. kein Fernsehen geschaut, keine aggressive Musik gehört und auch keine Vulgärsprache gesprochen. All diese Einflüsse bringen dieses Kind in ständige Gewissenskonflikte.

Shama hat bei uns eine Erziehung mit moralischen und ethischen Werten genossen.

Mir liegt nicht daran, die anderen Kinder schlechtzumachen. Nur weil man hier in der Nähe keine Unterbringung gefunden hat, die sich seines Diabetes annehmen konnte, hätte man ihn doch nicht dreieinhalb Stunden weit wegbringen müssen…

Er hätte bei seiner Mutter in der Einrichtung bleiben können.

Es ist doch mehr als offensichtlich, dass es hier nicht um das Wohl des Kindes geht.

Wieso will das Jugendamt uns erst Anfang nächsten Jahres mit unserer dreijährigen Tochter sprechen lassen? Haben unsere Kinder als deutsche Staatsbürger nicht sogar das Recht, eine Person ihres Vertrauens anzurufen? Wer informiert denn unsere Kinder über ihre Rechte? Ihr Verfahrensbeistand wahrscheinlich nicht.

Meine Kinder waren glückliche, aufgeschlossene, offene, kontaktfreudige, ausgeglichene und fröhliche Kinder bis zum Tag ihrer Wegnahme.

Was ihnen gerade widerfährt, ist eine seelische Folter. Wir fühlen uns so hilflos und halten es einfach nicht mehr aus, diesem Leiden unserer Kinder zuzuschauen.

Niemand hat jemals irgendwelche Anzeichen von Verwahrlosung oder Misshandlung bei unseren Kindern gefunden.

Ganz im Gegenteil: Anhand von zahllosen Belegen konnten wir dem Gericht beweisen, wie fürsorglich wir uns in allen körperlichen und gesundheitlichen Aspekten um unsere Kinder gekümmert hatten.

Wenn die Regierenden nicht damit einverstanden sind, dass ich meinen persönlichen Glauben an den Sohn Gottes auslebe, dann sollen sie doch meine Familie in ein Land ziehen lassen, in dem es noch Religionsfreiheit gibt.

Wieso musste man deshalb meine Familie zerstören? Was können wir als liebende Eltern tun?