Da liegt er in der Krippe, der kleine Jesus, in Windeln gewickelt. 
Seine bescheidenen Eltern, Joseph und Maria betrachten ihn 
(Lukas 2:7).

Stell dir vor, Gott, der Schöpfer des ganzen Universums, vertraut seinen einzigen Sohn diesen sterblichen Leuten an! Unter allen Ehepaaren in Israel, vielleicht allen Ehepaaren auf der ganzen Erde, wählte er Joseph und Maria aus, weil er darauf vertraute, dass sie gute Arbeit leisten würden. Was für eine riesige Verantwortung, Gottes eigenen Sohn zu erziehen! Atemberaubend! Von Anfang an gaben die beiden ihr Bestes.

Sicherlich war Maria, als Israelitin, mit Babys und Kindern in Familie und Freundeskreis vertraut. Es war also kein Problem für sie, dass Jesus ihr erstes Kind war. Sicherlich war sie so aufgewachsen, dass sie einfach wusste, wie man sich um Kinder kümmert. Sie würde eine sehr gute Mutter sein und machte auch gleich das Richtige: sie wickelte ihr Kind warm und geborgen in Wickeltücher.

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Man sagt, dass das Wissen über den beruhigenden Einfluss, den das Einwickeln auf Babys hat, seit unzähligen Generationen besteht. Archäologisch werden Mütter, die ihre Kinder einwickeln erstmals 400 v. Chr. erwähnt. Pucken, wie das Einwickeln auch genannt wird, ist Babys ebenso vertraut wie ihren Müttern, da es das geborgene, sichere Gefühl des Mutterleibes wieder zurückbringt. Weiterhin sagt man, dass Pucken eines der liebevollsten, sanftesten, entspannendsten Dinge ist, die eine Mutter ihrem Baby geben kann.

So begab es sich also, dass einige Hirten des Nachts bei ihren Herden wachten, als ein Engel Gottes plötzlich vor ihnen stand, umgeben von blendendem Licht. Mit großer Aufregung verkündete er:

Und der Engel sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Denn siehe, 
ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren
soll. Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, 
welcher ist Christus, der Herr. 
Und das sei für euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden,
in Windeln gewickelt, in der Krippe liegend“ (Lukas 2:12) 

Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen: „Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden unter den Menschen, die guten Willens sind!“

Ohne zu zögern machten sich die Hirten auf den Weg nach Bethlehem und fanden dort alles genauso vor, wie es der Engel beschrieben hatte. Da lag er, der königliche Prinz, und sicherlich war er nicht der einzige Königssohn der Menschheitsgeschichte, der in Windeln gewickelt wurde. Jemand nämlich, der zu der herausragenden Aufgabe erzogen wird, König zu sein, braucht eine außerordentliche Erziehung dafür.

Offensichtlich werden „Menschen, die guten Willens sind“ immer seltener auf dieser Erde, denn gute Dinge wie das Einwickeln von Kindern, das Halten der Ehe oder einfach nur, dass man Kinder dazu erzieht, ihren Eltern gehorsam zu sein, werden von einigen schon „böse“ genannt. Auf der anderen Seite werden „böse“ Dinge wie Wollust, Unmoral, Anzüglichkeit, Trunkenheit und „den Kindern ihren freien Lauf lassen“ als „gut“ bezeichnet. Wir leben in der Zeit, die der Prophet Jesaja beschrieben hat, in der Gutes böse und Böses gut genannt wird (Jesaja 5:20).

Glücklicherweise jedoch wurde ein Herrscher geboren, der versprach, gute Herrschaft auf dieser Erde zu etablieren.

Jesaja 9:6-7:
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und 
die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt ihn bei 
seinem Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der
Ewigkeit, Fürst des Friedens. Groß ist die Herrschaft, und der Friede 
wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem 
Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und 
Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.“

Erinnert euch daran, was den Hirten auf dem Feld gesagt wurde: „Friede auf Erden unter den Menschen die guten Willens sind“- denen, die den Unterschied kennen zwischen wahrhaft Gutem und wahrhaft Bösem. Den Menschen, die Unschuldige nicht verurteilen, indem sie Gutes böse und Böses gut nennen.

Wir leben in gefährlichen Zeiten und wir hoffen, dass der kommende König schnell Gerechtigkeit bringen wird, so dass die Ausbreitung seiner Herrschaft und seines Friedens wahrhaftig kein Ende haben wird.