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Sonntag nachts kommen die beiden müden Jungs bei ihren Eltern zuhause an.

Endlich fühlen sie sich wieder geborgen, sie sind voller Hoffnung, dass die zuständige Amtsrichterin in Nördlingen Erbarmen mit ihnen hat und sie zuhause lässt.

Sie wollen nicht wieder zurück ins Heim. Sie wollen zuhause bleiben, bei ihren Freunden, Eltern und Geschwistern. Sie lieben den Bauernhof, die Tiere und das Land – ihre Heimat, wo sie aufgewachsen sind, wo sie gebraucht werden und ihr Leben einen Sinn hat.
Sie sind das Warten und den Stress mit den anderen schwererziehbaren Jugendlichen überdrüssig.

Wir informieren die Polizei und das Jugendamt, die das Amtsgericht befragen,wie sie bezüglich des Kindeswohl handeln sollen.

Doch das Gericht bleibt eisern: 
Der Beschluss ist gültig - die Maßnahme muss durchgesetzt 
werden.

Kurz danach erreicht uns die GUTE NACHRICHT, dass der Beschluss über den älteren Jungen (15 Jahre alt) vom Gericht aufgehoben wurde. ER IST FREI UND KANN ZUHAUSE BLEIBEN!
Der jüngere der Knaben (14Jahre alt) freut sich zwar kurz für seinen Freund – aber bricht dann weinend zusammen. Helez weiß, was das für ihn bedeutet – er muss alleine zurück ins Heim.
Klosterzimmern_02_Dez_13-2

Wir setzen uns mit einem lokalen Psychologen in Kontakt, der uns sachkundlich bestätigt,
was jedem klar sein sollte, dass diese Durchsetzung eine weitere Traumatisierung für den schon schwer angeschlagenen Jungen bedeutet.

Hat das ÜBERHAUPT noch etwas mit dem KINDESWOHL zu tun?

Der Psychologe appelliert an den Ergänzungspfleger und verspricht die Richterin anzurufen.

Helez sagt: „Ich gehe nicht mit denen mit – ich bleibe hier!“
Um 16:30 kreist schon der Polizeihubschrauber über dem Gelände …

 Jetzt ist die Dunkelheit hereingebrochen über Klosterzimmern – wird es wieder eine Nacht und Nebel Aktion geben?

Entscheiden Sie, was mit dem Jungen passieren soll: