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die schockierende Geschichte eines Mädchens zwischen den Kulturen gefangen, wie sie mir ihren eigenen Worten beschreibt…

Dienstag, 17. September 2013

Heute ist der schlimmste Tag. Gestern Abend habe ich mich angestrengt um Jonathan zum Schlafen zu bringen, aber ich glaube, er hatte Bauchweh oder so. Ich hielt ihn, damit er einschläft, denn sonst hätte er gar nicht geschlafen. Als ich morgens aufgestanden bin, war die Frau hier so wütend mit mir, dass ich ihn rumgetragen habe… Ich war so am Ende, ich fühl mich, als versuchen sie Fehler zu finden. Ich sagte ihr, dass ich es nicht getan hätte, aber dass ich denke, er muss Bauchweh gehabt haben… Dann beschuldigt sie mich, ihm zu viel Essen zu geben. Was kann ich tun? Nichts! Das bin nicht ich – sie selbst bereitet das Essen. Ich würde von ihrem Essen mittlerweile auch krank werden, und es macht mich auch krank. Ich verstehe nicht, warum die versuchen uns von unseren Elten wegzunehmen und uns zu Eltern geben, die uns nicht einmal mögen oder in irgendeiner Weise Verständnis zeigen. Heute haben sie sich ganz merkwürdig mir gegenüber benommen. Mir scheint, als glauben sie mir nicht, wahrscheinlich sehen sie mich als einen Lügner. Heute war es eine Erleichterung, in den Bus zu steigen und zur Stadt zu fahren. Da bist du einsam. Manchmal ist das Schutz, niemand kümmert sich um dich, und du kümmerst dich um niemanden. Aber damit wollte ich nicht zufrieden sein. Ich entschloss mich, die Richterin persönlich anzurufen. Ich wollte ihr sagen, dass ich keine Rechte habe, seit ich von meinen Eltern weg bin und dass ich einen Anwalt brauche. Die Anwältin, die mir zugeteilt worden war, war nicht auf unserer Seite und hat mich in keinster Weise verteidigt. Ich werde ungerecht behandelt. Als ich anrief, antwortete niemand. Nochmal versucht. Die Sekretärin antwortete. Die Richterin war gerade in einer Besprechung und sie wird es ihr ausrichten, und ich soll später zurückrufen. Oh, nein! Ich kenn diese Geschichten. Ich will sie jetzt!!! Es ist nicht möglich. Ich entscheide mich also, nochmal anzurufen. Dieses Mal war die Richterin noch in einer Besprechung. Ich bekomme die Nachricht von ihr, dass ich entweder einen Brief schreiben soll oder auf meinen Termin warten soll. “Nein!!! Was?”, dachte ich. Es ist verrückt. Die wollen nicht, dass ich sie störe. Ich wollte schreien: “Ich brauche Hilfe!!!” Auf einmal hasste ich es: so viele Leute, große Stadt, du bist allen egal und alle sind dir egal. Ich brauche Hilfe. Das ist nicht richtig. Als ich zuhause ankam, hatte sich die Atmosphäre nicht verändert. Sie haben sich immer noch völlig befremdlich mir gegenüber verhalten. Sie verdrehen alles, was ich sage und was sie über uns hören und gleichzeitig mit einem ganz merkwürdigen Tonfall. Ich kann so nicht weitermachen. Ich muss mich und meine kleine Schwester hier rausholen, aber ich bin so müde. Die schüchtern dich ein, die machen dich fertig, bis du denkst, du bist ein Garnichts und bist machtlos, und dann bist du zu verschreckt um irgendwas zu tun. Und so halten sie uns in Angst gefangen. Irgendwie können wir da nicht nachgeben. Ich werde nicht nachgeben. Ich werde kämpfen, bis wir frei sind. Es ist nicht richtig. Wenn sie wirklich um unser Wohlergehen besorgt wären, dann würden sie mit mir sprechen wollen und mich nicht immer so wegschieben.

Übrigens: Jonathans Situation ist VERRÜCKT! Plötzlich sehen uns unsere Pfleger mit komplett anderen Augen. Sie sind so verwirrt und verdrehen einfach alles. Sie glauben den Lügen.

GUTE NACHT! Entschuldigung: SCHLECHTE NACHT!

Montag, 16. September 2013

Heute morgen, als ich aufwachte, war ich depressiv. Plötzlich war ein neuer Tag da und ich wollte nicht, dass er kommt. Oh, hätte ich Flügel wie eine Taube, ich würde davon fliegen und Zuflucht suchen. Und dann würde ich meine Flügel Merea geben…. Oh welch ein Traum. Ich muss aufwachen! Die Realität trifft mich. Ich habe zulange geschlafen und jetzt muss ich mich beeilen. Warum müssen wir da sein, warum??? Ich weckte Merea auf und sagte ihr, sie soll ein gutes Mädchen sein, betete mit ihr und sagte tschüss. Jetzt war ich voller Erwartung darauf, was mich in der Stadt erwartet. Ich wollte zum Einkaufszentrum gehen. Wo sollte ich warten? Ich kenne die Stadt nicht so gut. Ich wartete an der Stelle, wo wir einmal am Schabat getanzt haben. Dann trafen WIR uns. Wir hatten eine gute Zeit. Ich zeigte ihnen meine Schule und empfing viel Ermutigung, und einen großen Salat von meinem besten Freund. Heute fühlte ich mich ein bisschen besser, obwohl es so schwer war, mich zu verabschieden, dass ich fasst weinen musste. Es gibt auch ein paar nette Mädchen in meiner Schule, und einen dummen Jungen, eigentlich sind alle Jungs in meiner Gruppe ziemlich zurückgeblieben, außer vielleicht diesem einen schwarzen Jungen, der noch am normalsten aussieht. Nun, ich kenne sie nicht so gut, übrigens sind die meisten Mädchen auch ziemlich gesellschaftsgeschädigt. Ich werde das auch sein, wenn ich zu lange bleibe. Davon abgesehen hasse ich diese Schule, allein schon wegen dem, was wir dort lernen sollen. Im Grunde genommen wird dir dort beigebracht, dass es einen Gasherd gibt, dass es möglich ist, teure Speisen zu produzieren, und dass eine Nähnadel nützlich sein kann im Leben, und dass Putzen bedeutet, gründlich zu putzen…. Schon nach dem dritten Tag habe ich total Angst, dass es mir langweilig werden wird. Das ist das Schlimmste, das einem passieren kann. Ich war noch nie so gelangweilt in meinem ganzen Leben, so nutzlos. Oft fühle ich mich wie ein dickes Ferkel, das nur rumsitzt und nichts tun kann.

Jetzt wird von Jonathan erwartet, dass er zu stillen aufhört. Wie schrecklich! Ich verstehe das nicht. Ich brauche jemand, der mich versteht. Mein Rechtsanwalt setzt sich nicht für mich ein. Niemand tut es. Die ganze Welt will denken, dass es mir gut und schön geht. Die wollen, dass ich so ein Lächeln wie sie aufsetze und sage „Mir geht’s gut.“ Ich will nicht! Ich bin am Ende und kaputt. Ich kann nicht locker lassen! Ich muss weiter kämpfen.

Sonntag, 15.September 2013

Es ist ein nichts-tuender Tag,. Heute ist in Dombühl ein Basar. Am Frühstück erzählt Moedah, dass sie für Asher´s Abschied feierten. Ich bin so froh, dass Israel als erste Kind bei uns wieder befreit wurde!! Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung!!!!!!!!!

Wir gehen zusammen zum Kinderbasar! Wir treffen Tikvah. Und Johanna und Moedah. Ich und Merea haben uns so sehr gefreut. Ich plane, nach einer neuen Anwältin zu fragen. Ich finde, dass diese bisherige Anwältin nicht auf meiner Seite steht. Sie scheint nicht meine Interessen zu verteidigen.

Na, Gute Nacht! Fernsehen hören wird mir langsam zu blöd, ich muss schlafen, und muss morgen in die Schule. Find alles zu blöd.

Zum Glück gibt’s ab und zu mal noch ein paar Geheimnisse und Überraschungen im LEBEN!

HANNAH, HANNAH…
WHAT’S LIFE WITHOUT YOU?
IT’S NOT GOIN‘ ON.
THERE IS NO WAY BACK
WITHOUT HIM.
OH, IF IT WERE NOT FOR YOU,
MY HANNAH
I LOVE YOU, AND THERE’S NOTHING ELSE TO SAY

Samstag, 14. September 2013

Letzte Nacht schlief Jonathan extrem unruhig. Er hatte das am Abend bestimmt verstanden, dass er bald vielleicht woanders hinkommt. Die ganze Nacht hängt er an mir und lässt mich nicht los. Für mich ist es sehr schlimm.- Das belastet mich seelisch so sehr. Ich kann es kaum aushalten. Ich wollte ihm das beste geben, das ich ihm geben kann. Er wird innerlich so zertrümmert.

Heute kam Juliane Hock. Ich hatte alle meine Hoffnungen auf sie gesetzt. Aber es schien mir, dass sie gar nicht so gut auf uns eingestellt war. Niemand scheint mir zu glauben. Sie erklärte mir erstens, dass sie nicht meine Rechtsanwältin ist, sondern irgendein Beistand, bla, bla, bla. Indirekt sagte sie, dass sie uns nicht am Gericht verteidigen würde, oder unseren Interessen nachgehen würde. Ich versucht trotzdem, meinen Willen stark auszudrücken. Und ich werde nicht nachgeben. Es scheint, dass die ganze Welt gegen mich steht, niemand glaubt mir, und alle glauben den Medien. Am liebsten stell ich mich irgendwo in die Stadt und schrei rum.

„HILFE, BRINGT UNS ZURÜCK ZU UNSEREN ELTERN! WIR WERDEN DORT NICHT GESCHLAGEN!!!!“

Ich bekomme einen Gelben Brief. Eigentlich schon gestern, aber meine „Pflegemutter“ hatte den Brief nicht angenommen, als ich in der Schule war, weil ich noch unter 18 bin. Heute bekam ich ihn. Ich darf meine Meinung dazu abgeben, was meine Eltern in einem Brief, der mich betrifft, schreiben.

Es ist schwer, irgendwie ein offenes Gespräch zu führen. Man weiß nie wirklich, was hinter diesem Lächeln, das die alle aufhaben, steckt. Ich bin ganz fertig von dem ganzen. Die wollen dich lähmen, bis du gar nicht mehr gegen ankämpfst. Bei den Kindern geht das viel schneller. Die sind schwach und können sich nicht wehren. Es ist so ungerecht, wegen des Glaubens verfolgt zu werden. Uns wird der Glauben verboten. Unser Glauben ist Gemeinschaft haben, zusammen leben u. arbeiten, und das geht nicht, wenn man weggenommen wird.

Niemand hat Verständnis für mich. Niemand steht für mein Recht auf. die meisten sind einfach feige, und wollen nichts sagen. Alle sind passiv und schauen nur zu. Sogar die Pflegeeltern, bei denen ich wohne. Ich flehe sie an und erkläre und, und, und. Nichts“ Sie halten sich alle raus. Sie glauben alle den Lügen.

Freitag, 13. September 2013

Heute morgen stand ich früh auf um in die Schule zu gehen. Merea steht mit mir auf um zu Frühstücken. Als ich mit dem Bus ankam, lief ich erst mal los. Ich war jetzt das zweite Mal hier und habe mich ein bisschen verlaufen, weil ich mich auf der falschen Seite des Brückencenters befand. Zum Glück hatte ich noch genug Zeit, um mich wieder zu finden. ich kenne mich in Ansbach gar nicht aus und da ist auch viel Baustelle. Ich bin durchgefroren bis zu den Knochen. In meinen Freistunden gehe ich ins Brückencenter. Dort ist es schön warm. Ich kann mich warmen und dann wieder gehn. Ich finde alles so sinnlos. Mich würde so ein Leben nicht erfüllen. Ich denke an meine „kleinen“. Ich fühl mich schlecht. Ich bin gezwungen und nicht einmal angehört. Nachmittags, wenn ich heimkomme, hat mein Bus Verspätung. Mario holt mich an der Haltestelle ab. Mir ist schlecht von Zigarreten Rauch. Er erzählt, dass Jonathan den ganzen Morgen schrie und weinte. Als ich heim kam stand Jonathan an der Türe. Leider war er nicht allzu froh über mich. Er erwartete die Mama. Zuhause will ich alles tun, meiner kleine Schwester und Jonathan zu helfen, trösten und lieben. Mir ist alles bis zum Kopf oben hin voll. Ich will raus hier. Ich finde alles nicht richtig und habe so viel zu sagen. Morgen kommt endlich Juliane Heck. Vielleicht kann ich einen früheren Gerichtstermin bekommen. Meine Schwester u. ich müssen nach Hause. Wir wissen, dass unsere Eltern uns lieben und dass sie uns nie im Leben schlagen würden. Zum Glück ist Frau Assenbaum um diese Uhrzeit nicht zuhause. Heute Abend habe ich ein heftiges Gespräch mit Frau Assenbaum. Sie sagt immer, dass sie sich aus allem raus hält und sich „unschuldig“ schreiben lässt. Ich sagte ihr sehr deutlich, dass sie ein Heuchler ist und dass sie sich nicht einbilden kann, dass sie sich raus halten könnte, wenn sie selbst uns pflegt. Es ist genau das Gleiche wie damals die Judenverfolgung. Alles passiert so langsam u. schleichend. Und jeder denkt, ich habe lieber nichts damit zu tun und plötzlich ist alles zu spät. Ich werde mich nicht einfach lähmen lassen und mich vor allem einfach verschlingen lassen. Ich werde dagegen ankämpfen, bis wir zurück dürfen.

Jonathan muss wahrscheinlich in eine andere Pflegefamilie, damit seine Mama nicht mehr Kontakt hat mit ihm. Es ist alles so unmenschlich und tragisch. Er wird ganz zerstört und in seiner Seele zerrissen. Reicht´s nicht, dass er schon von seiner Mama weggenommen worden ist? Jetzt wird er in eine ganz fremde Umgebung gesteckt, und womöglich seine Mama vergessen. Ich kann es mir nicht vorstellen. Das ist wahrscheinlich das Ziel, das die Kinder ganz vergessen… Es ist so schlimm. Ich will nicht, dass die Kinder ihre Eltern vergessen und nicht wissen, wofür sie geboren wurden. Ihre einzige Absicht in Leben, ist, dass sie den Glauben ihrer Eltern annehmen und weiter tragen!

Donnerstag, 12. September 2013

Die ganze Nacht ist dieser Wunsch in mir, mit der Polizei abgeholt zu werden, gewachsen. Ich wollte ihnen meine Willenskraft beweisen. Heute morgen wurde ich geweckt und sollte aufstehen um in die Schule zu gehen. Wofür sollte ich mich jetzt entscheiden? Ich sagte nein, ich werde nicht vor Merea aus dem Haus gehen. Ich bin wegen ihr gekommen, und mir ist sie wichtiger als meine Schule. Den ersten Tag, würden sie sowieso nicht Polizei anrufen. Erst würde die Schule und das Jugendamt angerufen werden, dann bekomme ich ein Warnung… und dann soll ich morgen gehen. Das war mir alles zu blöd. Ich gab Merea Frühstück zu essen… Frau Assenbaum rief die Schule an. Die Schule meinte, das ist unmöglich… ich soll bitte kommen, weil der erste Tag ganz wichtig ist und sonst verpasse ich die Einleitung, bla bla. Ich dachte, ist zu dof, weil Polizei eh nicht kommt, und ich werde den ganzen Tag geboten und Vorschriften, die mich belabern werden, zuhören müssen und dabei noch mehr Psychoterror erleben. Ich hatte dabei trotzdem mein Ziel erreicht, nicht vor Merea zu gehen. Sie braucht mich, ihr tschüs zu sagen. Also ging ich um 7:30 Uhr mit Herr Assenbaum und wir düsten nach Ansbach. 1. Tag Berufsschule – Hauswirtschaft. Ich folge allen und versuche, alles zu verstehen. Wenn man sich nicht so auskennt, ist alles ziemlich schwer aufzufangen.

Es ist schwer für mich, mich zu konzentrieren, weil ich die ganze Zeit an Jonathan und Merea denke. Jetzt habe ich gar kein Grund mehr, hier zu sein. Ich war mitgegangen, ganz aus freien Stücken, nur wegen den Kindern, weil sie es seelisch nicht packen alleine. Mittlerweile packe ich es selber nicht mit mir umzugehen. In den 20 Min. Pause fühle ich mich am schlimmsten. Ich drücke mich gegen die wand im Flur und bewege mich nicht, bis die 20 Min. um sind. Alle anderen rennen rum und reden… Ich will nach Hause. Wenn ich zu Hause leben würde, wäre das alles eh nicht so schlimm. Ich könnte mich abends ausquatschen und morgens gestärkt in die Schule fahren. Ich bin so fertig. Ich kann niemandem vertrauen. Ich fühl mich wie ein Heuchler. Ich lebe Gemeinschaft ohne Gemeinschaft. Einerseits will ich nur nach Hause, anderseits will ich mit Merea bleiben und sie nicht allein lassen. Ich fühle mich als würde ich gerade in halb gerissen.

Merea war heute wie unter Drogen. Sie benahm sich sehr außergewöhnlich. Sie war zufrieden und extrem fröhlich und aufgeregt. Gestern Nacht weine sie noch, dass sie in die Schule muss und nicht ihre Eltern sehen darf. Sie benahm sich als hätte sie schlimme Schmerzen, aber fühlte sie nicht. Sie ist seelisch so belastet. Sie weinte am Telephon mit unseren Eltern, weil sie so arg Heimweh und Sehnsucht nach ihnen hatte. Danach wurde gesagt, dass mein Vater sie belastete und einen schlechten Eindruck auf sie machte. Aber es stimmt nicht!

Niemand will mir glauben oder schenkt mir ein Ohr.

Heute Nachmittag war Frau Kunninger da mit dem Herrn Ziegler, für mich und Merea. Ich konnte ihre ganzen Erklärungen nicht leiden. Sie sagte mir, dass am 2.10. meine Anhörung stattfinden wird. So lange noch? Was kann ich machen? Ich will nicht mehr! Ich muss es schaffen.

Den ganzen Tag aß ich eine Scheibe Brot und trank keinen Schluck Wasser. Ich musste heute noch zum Arzt, um meine „Bescheinigung“ zu bekommen. Mein Blutdruck ist schwach. Sonst fast nichts. Ich fühle mich schwach.

Mittwoch, 11. September 2013

Heute war für mich ein schrecklicher Tag. Schon gestern und heute morgen ist es Merea total schlecht. Sie mag nicht essen. Das kommt von dem Trennungsschmerz und seelischem Leiden. Ich will sie trösten. Wir wissen, dass sie morgen in die Schule gehen muss. Sie sagt, sie will nicht gehen. Ich kann sie verstehen. Die Pflegemutter sagt, dass die Kinder in der Gemeinschaft Angst vor allem Neuen haben. Sie glaubt, dass wir nicht genug von der Welt mitkriegen, und unsere Kinder abgeschottet aufwachsen. Ich versuche, ihr zu erklären, dass wir überhaupt nicht abgeschottet oder abgekapselt aufwachsen, sondern dass jedes Kind und jeder Jugendliche und jeder Erwachsene aus freien Stücken in der Gemeinschaft wohnen. Ich weiß, dass meine Schwester nicht vor der Schule Angst hat, weil sie so aufgewachsen ist oder weil meine Eltern ihr das einreden konnten, sondern weil sie von ihren Eltern getrennt worden ist, gegen ihren eigenen Willen, und in eine fremde Umgebung gesteckt worden ist. Ich will sie trösten. Ich weiß, es wird morgen schlimm für uns sein. In der Schule wird man für seinen Glauben verspottet und ausgelacht.

Frau Kundinger rief mich heute morgen an. Ich habe meine 10 Jahre Schulpflicht noch nicht vollzogen. Ich muss also Berufsschule machen. Außerdem sollte ich mich bis zum Mittag entscheiden, was ich auswähle. In dem Moment hatte mich die Hauswirtschaftsschule am meisten angesprochen. Ich sagte nur, dass ich mir das am besten vorstellen könnte von den angebotenen Fächern. Ich hatte mich noch gar nicht festgelegt, aber sie meldeten mich sofort in der Ansbacher Hauswirtschaftsschule an. Ich fühle mich sehr überrumpelt. Ich dachte eine Stunde später, dass das wahrscheinlich ein völlig dofes Fach ist. Es war zu spät, dachte ich. Ich hatte nicht mal Zeit bis zum Mittag. Ich fühlte mich so ausgenützt, weil ich so unwissend bin.

Ich wollte nicht so naiv sein. Ich wollte irgendwie stark sein, und mich nicht einfach hintreiben lassen. Es schoss mir in den Kopf, meine Rechtsanwältin anzurufen. Diesmal klappte es. Ich erzählte ihr meine Situation. Sie lobte mich dafür, dass ich mich traute, sie einfach anzurufen. Sie gab mir den Rat, einfach dort mal hinzugehen und mir Informationen zu sammeln und mich auf gar nichts festzulegen. Ich hatte nämlich die Befürchtung, dass ich dann ein Jahr lang in der Hauswirtschaftsschule aushalten muss, falls es mir nicht gefällt. Ich hatte ja gar keine Zeit, mir irgendetwas zu überlegen. Nach diesem Gespräch holte ich wieder etwas Mut zusammen. Ich fühlte mich ein bisschen gehört, gestärkt, und dachte, dass es einen anderen Weg doch für mich gibt.

Frau Kundinger meldete sich heute Nachmittag wieder. Sie bekam ein Fax von meinem Papa. Sie sagte nur, dass die Schulpflicht besteht, und dass ich morgen in die Schule muss und Merea genauso. Es gibt deinen Weg drum rum, und wenn wir Fehlinformationen von den Eltern bekommen, dass wir nicht in die Schule müssen, dann kann das nicht so weitergehen. Ich bekam Angst um den Kontakt mit meinen Eltern, vor allem der zwischen Merea und unseren Eltern. Ich will aufpassen, dass ich uns das nicht verspiele. Ich kann keinem Vertrauen vom Jugendamt. Den Kontakt, den ich und Merea mit meinen Eltern habe, ist das aller kostbarste für mich.

Ich denke, ich habe einen Freien Willen. Meine Eltern werden angeklagt wegen Kindesmisshandlung. Wir werden als Sekte bezeichnet und wir werden kriminalisiert. Ich will nicht in die Schule, weil ich mich nicht selber zum Toren machen will. ich will dort nicht hin, nur um danach für meinen Glauben verspottet zu werden. Und wenn die Polizei mich in die Schule fährt! Ich verstehe nicht, was sie dadurch zustande kriegen wollen. Ich bin hierher gekommen, wegen Merea, und wenn ich nicht mehr wegen ihr hier bin, sondern wegen Schule, dann ist’s nicht wert.

Sie haben mich mit der Polizei von zu Hause weggebracht und sie können mich auch mit Polizei in die Schule fahren.

Dienstag, 10. September 2013

Heute Nacht war sehr gut. Jonathan ist kaum aufgewacht, weil er gestern abend so müde war.

Ich singe und bete mit den Kindern. Oft fängt Merea an zu weinen. Ich will immer sagen, hör auf. Aber nur weil es meine Gefühle weckt. Meistens habe ich sie ziemlich gut unter Kontrolle, und damit auch die von meiner kleinen. Aber andererseits will ich gar nichts vorspielen, das nicht da ist. Ich bin traurig und meine Schwester ist traurig, und Jonathan ist traurig. In dieser Situation, in der ich zur Zeit stecke, fühlt man sich unter diesem Druck, seine Maske nicht fallen zu lassen. Alle reden so nett und wollen nur nettes von dir wissen. Ich hasse dieses Gefühl. Ich fühle mich betrogen, angelogen, angeklagt und habe keine Freiheit mich auszudrücken. Ich fühle mich in die Enge gedrängt und egal was ich sage, ich werde nicht angehört. Den Kindern sind die Spiele und das ganze Spielzeug schon tot langweilig. Jonathan denkt nur an seine Mama und wir können ihn mit Spielsachen nicht mehr ablenken. Mir ist auch unendlich langweilig. Den ganzen Tag sitze ich nur auf dem Sofa und schau nach den Kindern. Manchmal kommen die jungen Männer ins Wohnzimmer und setzen sich zu mir. Die stinken nach Zigarettenrauch. Ich halte es nicht mehr aus. Heute bestand ich darauf, dass ich etwas mit den Kindern machen will. Ich setzte Jonathan in den Hochstuhl und fing an, die Birnen zu schälen. Merea ging draußen Salat pflücken. Dann beschäftigten wir uns in der Küche bis zum Mittag.

Meine Tage hier sind so leer, wertlos, nutzlos, langweilig und deprimierend. Für Merea und Jonathan genauso.

Irgendwie war ich heute sehr entmutigt. Gestern hat mich das Jugendamt so fertig gemacht, nachdem ich 3 Stunden vergeblich versuchte, sie anzurufen. Ich dachte, wir wären ihnen wichtig, aber es scheint als sind wir egal. Sie wollen, dass ich Berfschule mache. Ich habe fürchterlich Angst davor. Ich will nicht einfach mit so vielen Jugendlichen, die ich nicht kenne, sein. Heute Abend hatte ich mich gefreut, dass ich kochen darf. Ich dachte schon, dann wäre ich beschäftigt. Ein spanisches Omelett, ich habe höchstens 10 Min. gebraucht. Ich war sehr enttäuscht. Ich will raus hier und alle meine kleinen Freunde rausholen. Ich weiß, dass sie ungerechter weise hier gelandet sind, und ich will alles dafür tun, uns aus diesem Platz rauszuholen.

Montag, 9. September 2013

Ich rufe um 9:45 Uhr Jugendamtsleiter Herrn Herrschner an. Um diese Uhrzeit war er nicht da. Ich rufe jede 1/2 Stunde an und werde immer weggeschoben. Er wollte von mir nichts wisse. Nach dem 4. mal wurde ich ans Jugendamt Nördlingen weitergeleitet. Herr Herrschner verweigert, mit mir zu reden. Beim Jugendamt Nördlingen werde ich immer weitergeleitet. Ich erkläre meine Situation, aber sie hören mich nicht mal an. Ich werde immer unterbrochen und weitergeleitet.

Ich brauche dringend meine Rechtsanwältin Juliane Hock. Ich rufe Juliane Hock an. Aber zu meiner Enttäuschung: Juliane Hock ist zur Zeit nicht zu sprechen.

Ich habe heute morgen bestimmt schon 15 verschiedene Nummern ausprobiert. Es kommt mir vor, als wären wir , die Kinder der Zwölf Stämme, ihnen ganz egal. Die machten mich ganz fertig. Herr Spitzbart und Frau Ziegler kommen, um mit uns zu reden. Herr Spitzbart ist Vormund, wobei Ansbach eigentlich mit mir und Merea nichts zu tun hat. Mir kommt alles komisch vor. Ich denke, da ist bestimmt ein Wurm in der ganzen Sache. Da stimmt was nicht! Den ganzen Morgen wird mir vom Jugendamt Ansbach gesagt, sie haben nichts mit Fam. Krumbacher zu tun, und dann kommt Herr Spitzbart als mein Vormund. Mir wird gesagt, dass Frau Kundinger meine Rechtsperson ist. Ich fand irgend etwas daran komisch. Ich rufe meinen Papa an und bitte ihn, mir bitte den Namen meiner Rechtsanwältin vorzulesen aus den Formularen: Frau Juliane Hock! Was ?! Von der hat mir kein Mensch erzählt. Die wollten mir die irgendwie nicht geben.

Dann kamen Herr Spitzbart und Frau Ziegler, um Jonathan zu besuchen. Erst war alles so „small talk“ schön. Ich fand, dass sie nur so nett mit uns reden wollten, um nachher sagen zu können, dass wir ganz gut tun und fröhlich sind. Ich wollte nicht nur so nett sein. Ich wollte sagen, was ich fühlte. Jonathan hing die ganze Zeit an mir. Er hat nicht einmal sein Gesicht gezeigt.

Davor sprach ich mit Frau Assenbaum über meine Situation und wie ich mich betrogen fühle. Ich sagte auch, dass das Jugendamt viele Versprechungen für uns hatte, und danach uns damit voll betrogen hat.

Danach sagte sie nur, dass ich aufpassen soll, mit dem was ich sage, weil das Jugendamt mich vielleicht heimschicken würde, wenn ich sie zu sehr anklage.

Also, da waren sie und sprachen mit Frau Assenbaum. Sie wollten, dass ich erzähle, was ich denn so fühlte und zu sagen hätte. Ich sagte, dass ich nichts sagen werde, wenn sie mich dann heimschicken… Da unterbrachen sie mich ganz eifrig:“Nein! Nein! Wir werden dich nicht heimschicken!“ Sofort hatten sie mir mein Wort im Mund verdreht. Ich rief zurück: „Ich will nach Hause!!! Ich finde es nur unverantwortlich, meine kleine Schwester hier allein zu lassen. Meine Schwester geht nirgends ohne mich hin!“ Sie versprachen mir sofort, dass ich nicht von meiner Schwester getrennt werde. Ich sagte, dass ich will, dass alle Kinder so schnell wie möglich heim können. Sie fragten erstens nach Jonathan. Ich sagte, dass es Jonathan schlecht geht, seit dem er von seinen Eltern genommen wurde. Er schreit die ganze Nacht und lässt mich auch nicht mehr schlafen.

Ich konfrontierte sie mit dem, was sie sagten, dass die Eltern im Kontakt mit den Kindern bleiben dürfen und jetzt die Eltern nicht mal wissen, wo die Kinder sind. Außerdem wurde mir am 5. Sept. eine Rechtsanwältin versprochen, und die kam auch nie. Die Antwort war:“Ja, aber die Kinder sind gut aufgehoben und…“ Diese Antwort konnte ich nicht leiden. Ich konnte nur sagen, dass ich die Kinder kenne und dass es keinem der Kinder gut geht ohne ihre Eltern. Sie können sich das so lange einreden, wie sie wollen aber es geht ihnen schlecht. Ich konfrontierte sie mit dem Fall des argentinischen Ehepaars. Sie kamen ein paar Monate wegen der Arbeit, und nur weil sie in der „Sekte“ lebten, wurde ihnen ihr kleiner Sohn weggenommen. Ich finde es so brutal, was sie den Kindern antun. Das Jugendamt misshandelt die Kinder der Zwölf Stämme. Das Jugendamt tut den Kindern großen psychischen Schaden an. Ihre Ausrede ist, „wir sind verantwortlich, diese Vorwürfe zu überprüfen und die Kinder zu schützen.“ Ich weiß, dass diese Kinder, die ich kenne, nie im Leben in irgendeiner Weise misshandelt wurden. Das Jugendamt verallgemeinert alles. Ich verstehe nicht, warum alle Kinder weggenommen werden müssen. Sie sehen uns nicht als privat Personen an. Das finde ich unfair.

Ich sah einen Film über Kinderschlagen im Fernsehen. Ich fand es so brutal. Ich habe so etwas in meinem Leben nie erlebt. Ich konnte es kaum aushalten, wie die Eltern der „Sekte“ als kalt bezeichnet wurden.

Ich weiß eines, und das ist, dass ich nie meine Eltern verlassen will.

Sonntag, 8. September 2013

Jonathan schlief etwas besser als die Nacht zuvor. Aber schrie trotzdem noch viel.Heute gingen wir mit Fam. Astenbaum Essen. Jonathan wollte nicht ins Auto steigen. Ich fühlmich so alleine. Jonathan schreit viel nach seiner Mama. Morgen will ich das Jugendamt anrufen und fragen, warum ich nie mit meiner Rechtsanwältin in Kontakt gekommen bin. Heute Nachmittag wurde nur Fernsehen geschaut. Merea hat Kopfweh. Merea muss am Donnerstag in die Schule. Sie hat Angst davor. Ich weiß nicht, wie ich sie trösten soll. Sie will auch nach hause. Wir heulen zusammen. Ich will die Kinder trösten, aber ich weiß nicht, wie ich mich selbst trösten soll.

Ich will irgendwie abhauen, oder gar nicht existieren. Nachts kommen die Jungs besoffen nach hause, während ich Jonathan im Kinderwagen zum Schlafen bringe im Gang. Manchmal bekomme ich Angst. Ich entscheide mich, Nachts im Zimmer zu bleiben. Ich weiß, ich bin hilflos. Ich kann uns nicht aus dieser Situation retten oder uns nach Hause bringen. Ich werde mein Bestes geben.

Freitag, 6.September 2013

Ich bin todmüde. Hab letzte Nacht HÖCHSTENS 2 Stunden geschlafen. Jonathan schrie die ganze Nacht. Ich schob ihn im Wagen immer bis er einschlief. Ich kann nur weinen, wenn ich Jonathan schreien höre, weil ich weiß, dass es alles ungerecht ist. Ich denke an alle anderen Kinder. Sie erleben alle ein Riesen Trauma. Heute morgen hörte ich Frau Assenbaum mit Frau Sonntag vom Jugendamt am Telephon reden. Sie ruft mich ans Telephon. Will mich in eine WG stecken! Die wollten mich nur von meiner kleinen Schwester trenne. Warum steht überhaupt die Frage offen? Ich hatte das am Donnerstag morgen – bei der Razzia – ganz klar gemacht, dass ich nur wegen meiner Schwester gehe und meine Schwester nirgends ohne mich hingeht. Ich entschied mich, bei Frau Assenbaum zu bleiben, bis wir alle zurückgehen. Ich frage Frau Assenbaum wegen meiner Rechtsanwältin. Warum kommt die nicht? Heute Nachmittag finde ich heraus, dass ich erst am Donnerstag meine Rechtsanwältin sprechen kann. Irgendwie kam das mir nicht vorher in den Kopf, sofort den Jugendamtsleiter anzurufen. Jetzt ist schon spät. Morgen, denke ich, dann ich anrufen. Ich brauche dringend eine Rechtsanwältin, und sie können so etwas nicht einfach ausschieben. Heute gingen wir mit Jonathan und Annelis auf einen Spaziergang ins nächste Dorf. Wir gießen den Friedhof. Als wir zurückkamen, wollte Jonathan nicht ins Haus. Die Essensgewohnheiten sind sehr anders. Mir ist total schlecht, schon allein wegen des ganzen psychischen Stresses, weggenommen zu werden und deine kleine Schwester leiden zu sehen, von den Eltern getrennt zu sein. Schon allein den eigenen Schmerz in meiner Seele zuzulassen und dass noch mit dem Leiden und Trennungsschmerz anderer umzugehen.

Ich werde das nie vergessen und ich glaube, dass mein Gott den Schmerz denunderens angetan haben, ihnen zurückzahlen lässt. Das ist meine einzige Hoffnung.

Donnerstag, 5.September 2013

Um 6:00 Uhr morgens wache ich von Lärm und Geräuschen auf. Meine Mama sagt, das Haus ist voll mit Polizei, zieht euch schnell an. Es war kein Gedanke, dass irgendwas war. Mein Papa kommt ins Zimmer gerannt. Die wollen alle Kinder mitnehmen! Plötzlich wurde mir ganz anders. Was? Ich dachte es war nur ein Albtraum. Wie ? Das geht doch gar nicht! Irgendwie wollte ich es nicht glauben. Ich war wie betäubt. Ich lachte los und sagte nur, so ein Quatsch. Ich wollte die Realität in diesem Moment nicht wahrnehmen. Plötzlich traf es mich. Mir wurde so schlecht vor Angst. Ich sah, wie die ersten kleinen Kinder weggerissen wurden von den Eltern. Die Mädchen weinten während die Eltern in das andere Auto stiegen. Das Jugendamt versprach mit Sicherheit, dass die Eltern weiterhin im Kontakt mit den Kindern bleiben dürfen. Dann die nächste Familie. Ich dachte „nein!“, aber selber konnte ich es noch nicht begreifen. Einer nach dem anderen kamen sie in die Autos und weg. Ich fand alles so brutal. Die Eltern hatten nicht mal Zeit, die Formulare durchzulesen. Ich dachte, dass war bestimmt nicht legal. Das Jugendamt hat gestresst. Ich sagte zum Polizisten, ob die Christenverfolgung jetzt anfängt!? Ich fühlte mich wie im Film der Judenverfolgung. Man braucht nur die Kinder wegzunehmen und dann stirbt das Leben aus. Jetzt war ich dran. Die Polizei und vor allem das Jugendamt – Frau Sonntag – wurden ganz ungeduldig, weil Papa so lange brauchte, um alles durchzulesen. Damit konnte er sich ein bisschen durchsetzten. Er sagte, im Deutschen Staat hat man das Recht, die Papiere erst durchzulesen. Frau Sonntag wollte es Ihm verbieten, sie sagt „Sie müssen nur das Nötigste lesen“. Meine kleine Schwester?!?

Mir ist es freigestellt, weil ich 17 bin. Nein, meine Schwester geht nicht ohne mich. Ich wusste, es gab keinen anderen Weg, sie musste gehen. Ich fragte 3 oder 4 mal nach um sicher zu stellen, dass wir in Kontakt mit den Eltern bleiben können. Die Antwort vom Jugendamt ist immer die Gleiche:“Ja, auf jeden Fall, Sie können sicherlich in Kontakt bleiben!“

Los, ins Auto! Irgendwie wusste ich, das war alles falsch. Alles geloten. Ich konnte mich nicht trösten. Merea ist wie im Traum. Sie hat sich nicht gewehrt oder geweint. Ich denke, sie hat einfach nicht wahrgenommen. Wir kamen an mit der großen Überraschung…Jonathan ist auch hier! Er rannte auf mich zu und weinte. Er wurde auch weggenommen von seiner Mama. Er weinte und schrie nach seiner Mamma. Moedah kam gerade um ihn zu stillen. Ich hoffe, dass er gut einschläft. Merea weint jetzt. Sie ist wie in die Realität aufgewacht. Ich heule auch. Nicht um mich selber, sondern um die kleinen Kinder. Vor allem die,die keine große Schwester als Trost haben oder Mama, die 3mal täglich zum Stillen kommt. Die Zwillinge von Marc & Hannah, die Kinder von Zaith & Tikvah, von Hoshua & Johannah, der kleine Israel aus Argentinien.