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Die Frage ist nun: Warum blieb dieser Brief vom 23. September 2013 bis zum heutigen Tag unbeantwortet?

Liebe Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

ich wünsche mir, dass dieser Brief sorgfältig gelesen und berücksichtigt wird.

Ich wollte Ihnen schon vorgestern schreiben. Mich hat Ihre starke Aussage im Fernsehen total beeindruckt. Sie haben da so gut ausgesagt, dass dieses Land Kinderrechte und Glaubensfreiheit braucht. Ich fand Sie unwahrscheinlich ehrenwert und bewunderte Sie sehr. Ich war sehr froh, dass Sie gewählt worden sind.

Zunächst wollte ich mich Ihnen vorstellen. Ich heiße Eva Krumbacher. Ich bin 17 Jahre alt und wurde bei einer Razzia gezwungen aus der sogenannten Sekte der zwölf Stämme wegzugehen. Dieser Eingriff hat mich und die anderen 39 Kinder und Babys auf einmal von unseren Eltern getrennt. Dabei sind wir es alle gewöhnt, zu unseren Eltern ein enges, liebevolles Verhältnis zu haben. Ich fand diesen Eingriff in unser Privatleben sehr brutal und aggressiv. Ich denke sie wissen über diese Sache Bescheid.

Ich liebe mein Leben dort in der Gemeinschaft und würde mir nie etwas anderes wünschen, zumindest nicht jetzt. Ich finde, dass uns, vor allem den kleineren Kindern, alle Rechte entzogen worden sind. Kinder haben das Recht mit ihren Eltern zu leben, wenn sie es wollen. Meiner kleinen Schwester zum Beispiel wird durch diese Trennung von unseren Eltern ein seelischer Schaden zugefügt. Das nenne ich Kindsmisshandlung, wenn Kinder von ihren Eltern zwangsweise entzogen werden. Das geht gegen den Willen des Kindes.

Zweitens besteht keine Glaubensfreiheit, wenn es Eltern nicht erlaubt ist ihre Kinder so zu unterrichten, wie sie es wollen. Ich wurde von meiner Mamma immer zu Hause geschult und bin deswegen nicht dumm geblieben. Ich habe bloß deshalb den Qualifizierten Abschluss nicht bekommen, weil wir zu der Zeit im Ausland befanden. Ich finde es falsch, wenn unsere Schulung als ungenügend oder schlecht…